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(v.r.n.l.): Dr. Ernst Wastler, Vorstandsvorsitzender VAMED AG; OÖ LHStv. Franz Hiesl; OÖ LH Dr. Josef Pühringer; Dr. Heinrich Schaller, Generaldirektor RLB OÖ; Mag. Karl Lehner, MBA, Vorstandssprecher gespag
 
Leben 14. Juli 2015

Neue Rehaklinik Enns eröffnet

Die Rehaklinik Enns, eine gemeinsame Gesundheitseinrichtung des internationalen Gesundheitsdienstleisters VAMED AG, der Oberösterreichischen Gesundheits- und Spitals-AG (gespag) und der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLB OÖ) hat Anfang Juni schrittweise ihren Patientenbetrieb aufgenommen. Am Mittwoch, den 8. Juli 2015, haben Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl, VAMED-Generaldirektor Dr. Ernst Wastler, RLB OÖ-Generaldirektor Dr. Heinrich Schaller und gespag-Vorstandsdirektor Mag. Karl Lehner, MBA die Rehaklinik offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Die neue Gesundheitseinrichtung kann bis zu 126 Patientinnen und Patienten versorgen. Je 60 Betten sind für die Rehabilitation in den Fachbereichen Neurologie und Pneumologie vorgesehen. Darüber hinaus gibt es auch sechs Langzeitbeatmungsbetten. Insgesamt verfügt die Rehaklinik Enns über 1.000 m2 Therapiebereich mit modernsten diagnostischen und therapeutischen Einrichtungen und Geräten sowie über einen 5.300 m2 großen Therapiegarten. Das Gesamtinvestitionsvolumen betrug rund 20 Mio. Euro. Rund 85 Prozent der Aufträge wurden an regionale Unternehmen vergeben. Mit der neuen Reha-Einrichtung werden 115 langfristige Arbeitsplätze für hochqualifiziertes medizinisches Personal geschaffen.

"Mit der neuen Rehaklinik Enns wird der Gesundheitsstandort Oberösterreich weiter aufgewertet und ein wichtiger Baustein im gesundheitlichen Gesamtangebot unseres Bundeslandes geschaffen. Damit werden aber auch 115 hochqualifizierte Arbeitsplätze gesichert, ein wichtiger Impuls für die gesamte Region gesetzt und das medizinische Angebot erweitert. Unser Weg in allen Regionen des Landes eine hochqualitative Versorgung zu haben und gleichzeitig die Spezialisierung zu fördern, wird dadurch weiter umgesetzt", betont Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer.

"Gerade im Bereich der neurologischen Rehabilitation mussten österreichische Patientinnen und Patienten bislang häufig ins benachbarte Ausland ausweichen, da zu wenig Betten vorhanden waren. Diesen Engpass können wir mit dem neuen Angebot in Enns massiv entschärfen", zeigt sich Personalreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl überzeugt und hebt die Vorteile für die ehemaligen gespag-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hervor: "Wir haben allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Job-Garantie ausgestellt. Die 200 Beschäftigten konnten in andere gespag-Spitäler wechseln oder sie haben die Chance genutzt die Rehaklinik Enns mit ihrer Kompetenz zu verstärken. Weiters konnte eine Station mit Langzeitbeatmungsbetten von Schloss Haus in die Rehaklinik Enns integriert und so aufgewertet werden. Ich bin überzeugt, dass wir mit dieser Lösung eine echte Win-Win-Situation sowohl für die oberösterreichische Bevölkerung als auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen haben."

Moderne Rehabilitation und patientenorientierte Architektur

Die neue Rehaklinik Enns erfüllt alle Ansprüche an eine state-of-the-art-Rehabilitation und ist nicht nur architektonisch sondern auch in medizinischer und therapeutischer Hinsicht eine der modernsten Rehakliniken Österreichs. Mit viel Liebe zum Detail hat die VAMED eine Atmosphäre geschaffen, in der sich die Patientinnen und Patienten wohlfühlen können. Um das Wohlbefinden selbst in den Zimmergängen etwa auf dem Weg zu Behandlungen zu steigern, gibt es in jedem Stockwerk unterschiedliche funktionale Dekorationselemente, die Patientinnen und Patienten zum Ausrasten und "Begreifen" einladen -ein wichtiger Therapieansatz sowohl für neurologische wie pneumologische Patientinnen und Patienten. Für die liegenden Langzeitbeatmungspatienten, die ihren Blick nach oben richten, wurden aufhellende Frühlingsbilder an der Decke platziert.

Rehabilitationsmedizinische Ansätze in der Neurologie

Schlaganfälle und Schädel-Hirn-Trauma zählen zu den häufigsten Ursachen, warum Patienten Bewegungsabläufe in einer neurologischen Rehabilitation wieder neu erlernen müssen. Ziel der Rehabilitation ist eine möglichst umfassende Behebung neurologischer Einschränkungen, um dem Menschen wieder eine weitgehend eigenständige Lebensführung zu ermöglichen. Patienten, die aus dem Krankenhaus oder von zu Hause kommen, werden einer detaillierten Diagnostik unterzogen, und erhalten dann einen individuellen Rehabilitationsplan. Die Rehabilitationsmaßnahmen reichen dabei von Logopädie über Ergotherapie und Physiotherapie bis zu Neuropsychologie und Diätologie.

Das neurologische Behandlungsspektrum im Detail

Patienten nach Schlaganfall in Phase C und D

Neuromuskuläre Erkrankungen, insbesondere mit Störungen der Atmung

Gutartige Hirntumore mit Störungen der höheren Hirnleistungen

Morbus Parkinson und ähnliche neurodegenerative Erkrankungen mit Störungen des Gleichgewichts, des Ganges sowie Schluck- und Sprachstörungen

Multiple Sklerose u.a. entzündliche Erkrankungen

Diskusprolaps mit Myelonkompression bzw. radikulärer Ausfallsymptomatik

Ausgeprägte Polyneuropathien mit Gangstörung

Betreuung nach neurochirurgischen Eingriffen mit neurologischer Restsymptomatik

Verletzungsfolgen von Gehirn und Rückenmark bzw. peripherem Nervensystem

Rehabilitationskonzept in der Pneumologie

Ähnlich wie in der Neurologie hat auch die Zahl der Atemwegserkrankungen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen. Der pneumologischen Fachgesellschaft zufolge leidet etwa bereits jeder fünfte Erwachsene in Österreich an der Lungenkrankheit COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease). In der Rehabilitation werden angepasst an das Krankheitsbild der Patientinnen und Patienten u.a. Atemphysiotherapie, Ausdauer- und Krafttraining, Patientenschulung, Raucherentwöhnung und Diätberatung in einem individuellem Therapieplan angeboten. Psychologische Beratung und Ergotherapie ergänzen das therapeutische Angebot.

Das pneumologische Leistungsbild der Rehaklinik Enns umfasst dabei folgende Krankheitsbilder:

Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen (COPD II - IV)

Chronisches Asthma bronchiale

Chronische Lungenkrankheiten mit respiratorischer Insuffizienz

Vor- und Nachbehandlung von Patienten mit Lungenoperationen

Einschulung auf Sauerstofflangzeittherapie und mechanische Atemhilfen bei chronischem Atempumpversagen

Die Leitung der Rehaklinik Enns liegt in den Händen von Prim. Dr. Walter Purkarthofer (Ärztlicher Leiter, ehem. Oberarzt am Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck), Kurt Staudinger (Pflegedienstleiter), Daniela Tauchner, MA (Verwaltungsleiterin), den beiden Geschäftsführern DI Stefan Landerl, MBA und Mag. Martin Nömeyer, sowie Dipl. KH-BW Mag. Bernhard Holzer (Betriebsführung).

Deren hochqualifiziertes Team an Ärzten, Pflegekräften, Physio- und Ergotherapeuten, Masseuren, Diätologen und Psychologen betreut die Patientinnen und Patienten in ihrer Gesamtheit. Nach dem in vielen Einrichtungen bereits erfolgreich etablierten Prinzip der Salutogenese setzt die Rehaklinik Enns bei der täglich zwei- bis dreistündigen Behandlung auf die Kombination von interdisziplinären Therapien, präventiven Maßnahmen sowie aktivierender und wertschätzender Pflege. Damit soll die Gesundheit der Patientinnen und Patienten gefördert und ihr Vertrauen in die eigene Kompetenz und die Kräfte gestärkt werden, die zur Gesundung beitragen.

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