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Eröffneten die neue “Spürnasenecke”: Karin Rieser (Stationsleiterin Kinderspital), Nicole Stocker (Tecan), Josef Riedler (Primar Kinderspital), Konrad Steiner (Miterfinder der Spürnasenecke), Martina Haunsperger und Daniela Huber (Sozialpädagoginnen/Erzie
 
Leben 13. Jänner 2015

“Spürnasenecke” für junge Patienten in Schwarzach

Kinder forschen und experimentieren im Krankenhaus.

Im Sommer 2014 eröffnete im Krankenhaus Schwarzach die neue Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin. In der Planung wurde neben der bestmöglichen medizinischen Versorgung auch besonders hoher Wert darauf gelegt, in der räumlichen Gestaltung des Hauses den Erwartungen und Bedürfnissen von jungen Patienten gerecht zu werden. Einen weiteren Schritt in diese Richtung setzt das Pongauer Spital mit seiner neuen "Spürnasenecke" zum Forschen und Experimentieren für Mädchen und Buben im Kindergarten- und Volksschulalter, aber auch darüber hinaus.

Die „Spürnasenecke" – entwickelt von den beiden AHS-Lehrern Bernadette Unger und Konrad Steiner sowie dem pensionierten Chemiker Gunther Seidl in Kooperation mit der Grödiger Medizintechnikfirma Tecan – setzt sich aus verschiedensten Forschungsutensilien aus den Themengebieten Biologie, Chemie, Physik, einer Mappe mit zahlreichen Experimentieranleitungen sowie hochwertigen, kindgerechten Möbeln zusammen.

"Wollen jungen Patienten mehr bieten"

"Die Kids können hier während eines Spitalsaufenthalts ihrem natürlichen Drang zum Forschen und Experimentieren nachgehen", erklärt Primar Josef Riedler, Leiter der Kinder- und Jugendmedizin in Schwarzach. "Wir wollen den jungen Patienten bei uns einfach mehr bieten als die üblichen Stofftiere, Spielzeugautos und Bauklötze."

Auch der Initiator des Projekts zeigt sich begeistert: "Wir freuen uns natürlich besonders, dass es neben zahlreichen Kindergärten nun auch im Krankenhaus Schwarzach eine Spürnasenecke gibt", so Konrad Steiner. "Sie kann sicher dabei helfen, Kindern beim lustvollen Forschen und Experimentieren ihren unter Umständen langen Krankenhausaufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten."

Kinder- und jugendgerechte Ausstattung

Die bauliche Infrastruktur des neu gebauten Hauses am Kardinal Schwarzenberg'schen Krankenhaus in Schwarzach wurde auch mit jugendgerechten Zimmern, Internetzonen sowie speziellen Rückzugs- und Wohlfühloasen ausgestattet. Das Kinder- und Jugendspital versorgt jährlich mehr als 4.500 stationäre Patienten, weiters werden rund 7.900 ambulante Patientenkontakte gezählt. Die Station ist mit 55 Betten belegt.

Neben der sehr breit aufgestellten Kinderheilkunde und ihren Schwerpunkten im Bereich Jugendmedizin und Atemwegs- bzw. Allergieerkrankungen arbeitet das Schwarzacher Krankenhaus derzeit auch am Ausbau der Kinder- und Jugendpsychosomatik zu einem Departement für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychosomatik.

Hinweise über Ressourcen der Kinder

Karin Rieser, Stationsleiterin Kinderspital im KH Schwarzach: "Gemeinsames Experimentieren in unserer pädagogischen Gruppe macht nicht nur Spaß, sondern unterstützt auch die Entwicklung sozialer Kompetenzen und fördert die Kooperationsfähigkeit der Kinder in der Gruppe. In der Beobachtung gewinnen wir wertvolle Hinweise über Ressourcen der einzelnen Kinder. Wir können naturwissenschaftliche Experimente auch als Lernhilfe für den schulischen Alltag nützen."

Die Betreuung der „Spürnasenecke" erfolgt durch erfahrene Sozialpädagogen: "Die Kinder arbeiten einmal pro Woche mit mir in der Spürnasenecke, die Jugendlichen ab Hauptschulalter entscheiden selbst, ob sie mitmachen möchten oder nicht. Besonders verblüffend ist für mich, dass Kinder, die sonst oft recht lebhaft sind, sehr vorsichtig mit den Materialien umgehen und ganz gespannt bei den Experimenten dabei bleiben." erklärt Daniela Huber, Sozialpädagogin im Kinderspital, begeistert.

KH Schwarzach/TF, springermedizin.at

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