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© Österreichisches Rotes Kreuz (ÖRK)/Markus Hec
† Dr. Heinrich Treichl (1913–2014)
 
Leben 12. November 2014

Rotes Kreuz trauert um Heinrich Treichl

Am 2. November starb Dr. Heinrich Treichl im 102. Lebensjahr. Er hat das Rote Kreuz über ein Vierteljahrhundert geprägt.

Unter seiner Präsidentschaft wurden Meilensteine gesetzt wie der Ausbau der Leistungen im Bereich Gesundheit und soziale Dienste. Auch die Einführung des notarztgestützten Rettungssystems in Österreich war eine wichtige Errungenschaft in seiner Amtszeit. Besonders in Erinnerung bleibt auch Heinrich Treichls entschiedener Einsatz für ein Verbot von Anti-Personen-Minen. Unter starker Beteiligung von Völkerrechtsexperten des Roten Kreuzes ist ein Gesetz geschrieben und verabschiedet worden, das derartige Waffen in Österreich verbietet. Dieses Gesetz wurde 1997 in Ottawa zur Grundlage für ein weltweites Verbot von Anti-Personen-Minen.

25 Jahre lang stand Heinrich Treichl dem Österreichischen Roten Kreuz als Präsident vor. Zwischen 1974 und 1999 war Treichl „oberster Freiwilliger“ der Organisation. Zeitlebens blieb er dem Roten Kreuz als Ehrenpräsident verbunden. Beim Roten Kreuz ist der Name Heinrich Treichl Sinnbild für humanitäre Gesinnung. Anlässlich seines 80. Geburtstags wurde der Heinrich-Treichl-Preis gestiftet. 20 Mal sind seither bereits Personen geehrt worden, die durch hervorragende Leistungen humanitäre Gesinnung bewiesen haben.

 

Rotes Kreuz, Ärzte Woche 46/2014

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