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Prof. Dr. Otto Dapunt
 
Leben 28. Mai 2014

Von Oldenburg nach Graz

Mit einer Professur an der MedUni Graz zieht es den renommierten Herzchirurgen Professor Otto Dapunt zurück in seine Heimat Österreich.

Otto Dapunt wurde 1957 in Zams/Tirol geboren. Er studierte Humanmedizin in Innsbruck und promovierte 1982 zum Doktor der gesamten Heilkunde. Im selben Jahr begann er die Facharztausbildung für Chirurgie im Krankenhaus Zams. 1984 erfolgte die Anstellung als Assistenzarzt an der I. Chirurgischen Abteilung am Salzburger Landeskrankenhaus. Die Zusatzausbildung im Fach Herzchirurgie begann 1988 ebenfalls in Salzburg. Dort widmete er seine Forschungstätigkeit unter anderem der A. gastroepiploica als Alternativersatz für einen koronaren Bypass. Die klinische Anwendung erfolgte 1989 erstmalig in Europa.

Im selben Jahr schloss er seine Ausbildung zum Facharzt für Chirurgie ab. Von 1991 bis 1993 absolvierte Otto Dapunt ein klinisches und wissenschaftliches Fellowship für Chirurgie am Mount Sinai Medical Center in New York. Wissenschaftliche Untersuchungen in dieser Zeit behandelten die Problematik des natürlichen Verlaufes von thorakalen Aortenaneurysmen und die Einschätzung des optimalen Operationszeitpunktes. 1993 wurde er leitender Oberarzt und Leiter des Herztransplantationsprogrammes an der Universitätsklinik Innsbruck, wo im Jahr 1994 auch die Habilitation im Fach „Chirurgie“ erfolgte.

1996 konnte Otto Dapunt erfolgreich die ersten beiden Kinderherztransplantationen in Innsbruck durchführen. 1997 folgte er dem Ruf nach Deutschland, wo er zunächst Professor für Herz- und Thoraxchirurgie an der Universität Köln wurde. Ab 1999 war er dann Direktor der Klinik für Herzchirurgie am Klinikum Oldenburg.

Das Hauptaugenmerk seiner Forschung während dieser Zeit lag vor allem auf der minimal invasiven Herzchirurgie. Ebenso wirkte er maßgeblich beim Aufbau eines innovativen Kunstherzprogrammes und dem Aufbau einer zugehörigen Spezialambulanz mit.

Im April 2014 wurde Univ.-Prof. Dr. Otto Dapunt als Leiter der Klinischen Abteilung für Herzchirurgie der Medizinischen Universität Graz nach Österreich berufen - ein herber Verlust für Oldenburg, ein großer Gewinn für Graz.

www.medunigraz.at

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