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Hundeführerin sucht mit Simi das Gelände ab.
 
Leben 24. März 2014

Rettungshunde beim Lawinentraining

Johanniter-Rettungshunde trainierten für die Lawinensuche in Osttirol.

Die Johanniter-Rettungshunde trainierten in Osttriol für die Lawinensuche: Eine Woche lang übten die Hundeführer mit ihren Vierbeinern in Matrei, möglichst rasch durch Lawinen verschüttete Menschen zu finden und zu bergen.  

Bei atemberaubender Kulisse und wunderschönem Wetter musste zunächst das Gelände für das Training präpariert werden, um Personen in Schneehöhlen verstecken zu können: "Für die Hundeführer ist das der anstrengendste Teil der Ausbildung, denn das bedeutet schaufeln, schaufeln, schaufeln!", erzählt Rettungshundeführer Stefan Pascher. Die ausgehobenen Hohlräume dienten als Versteck für die vermeintlichen Lawinenopfer.

Am zweiten Tag begann das Suchtraining: Die vierbeinigen Retter lernten, sich bis zu den Opfern durchzugraben. "Natürlich darf nach einer gelungenen Suchaktion die notwendige Belohnung nicht fehlen", erklärt Pascher weiter "Schließlich brauchen auch unser Hunde einen Motivation für die Anstrengung."

Lawinensuchtraining hilft auch bei Vermisstensuche im Gelände

Neben dem praktischen Training tagsüber wurden abends Vorträge über Suchtaktik und Bergungstechniken besucht. Der Lehrgang qualifiziert die Teams nicht nur zur Lawinensuche, denn die erworbenen Kenntnisse können auch in der - im Raum Wien - benötigten Trümmer- und Flächensuche eingesetzt werden. Viele der erlernten Suchtaktiken und Bergungstechniken lassen sich auch im Wald- und Wiesengelände anwenden. So kann das Team im Ernstfall flexibler und vielseitiger nach Vermissten suchen, um diese so rasch wie möglich zu finden, zu bergen und medizinisch zu versorgen.

Regelmäßige Übungen und Prüfungen sind Pflicht

Bei den Johannitern sind fünf Hundeführer und ihre Vierbeiner tätig, sechs weitere Teams sind in Ausbildung, eine Person ist für Organisation und Funk verantwortlich. "Alle Mitglieder der Rettungshundegruppe engagieren sich ehrenamtlich und trainieren zweimal Mal wöchentlich", erzählt Margit Handl, die Leiterin der Rettungshundegruppe. Sie üben regelmäßig die Flächen-, Trümmer- oder Lawinensuche und absolvieren jährlich die strengen Prüfungen der Internationalen Rettungshundeorganisation (IRO).

Ausbildung durch Spenden finanziert

Die Ausbildung zum Rettungshund können bereits Welpen beginnen, sie dauert mindestens zwei Jahre. Die Kosten von durchschnittlich 20.000 Euro pro Hund werden durch Spenden finanziert. Die Rettungshunde können für die Suche von vermissten Personen kostenlos unter der Telefonnummer 01 47 600 angefordert werden. Sie sind in Wien und Umgebung meist binnen einer Stunde einsatzbereit.

Wenn Sie die Arbeit der Johanniter-Rettungshunde mit einer Spende unterstützen wollen: Erste Bank BIC: GIBAATWW IBAN: AT60 2011 1000 0494 0555, Kennwort: Rettungshunde

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