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Leben 5. März 2014

Grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung

Der Pilotversuch "healthacross in practice" geht in den Regelbetrieb über.

"Das EU-Projekt 'healthacross in practice - grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung zwischen Niederösterreich und Südböhmen' ebnete den Weg zu einer langfristigen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Gesundheitswesen. Das hilft einerseits den Menschen aus Tschechien, die damit eine Spitalsversorgung in ihrer Nähe haben. Andererseits ist dadurch auch das Landesklinikum Gmünd noch effizienter ausgelastet", so Landeshauptmann-Stellvertreter und NÖGUS-Vorsitzender Mag. Wolfgang Sobotka.   

Gmünd und Ceské Velenice waren lange durch die Staatsgrenze getrennt und wachsen nun nach dem Fall des Eisernen Vorhangs langsam wieder zusammen. Mit dem EU Projekt "healthacross" und dem Folgeprojekt "healthacross in practice" wurde es möglich, dass Patienten aus der Tschechischen Grenzregion im Zuge eines Pilotversuchs die Ambulanz im Landesklinikum Gmünd nutzen konnten. Die nächste Versorgungseinheit auf tschechischer Seite befindet sich erst im 60 Kilometer entfernten Budweis.

Der Pilotversuch wurde von Februar bis Juni 2013 durchgeführt und hat es 133 Patienten ermöglicht, die ambulanten Leistungen im Landesklinikum Gmünd in Anspruch zu nehmen. Die Ergebnisse der Patientenbefragung haben gezeigt, dass 79 Prozent der Patienten einen besseren Eindruck von der medizinischen Versorgung in Gmünd als in Tschechien haben. 52 Prozent finden keine entsprechende medizinische Versorgung vor, die sie besser erreichen können als das Landesklinikum Gmünd. Und 100 Prozent der Patienten waren mit der Behandlungsqualität zufrieden.

Ab sofort geht der Pilotversuch nun in den Regelbetrieb über. Somit können alle Patienten aus der Tschechischen Grenzregion die Ambulanz im Landesklinikum Gmünd auch in Zukunft nutzen. Gerechnet wird mit rund 1.000 Patientinnen und Patienten pro Jahr. Der Niederösterreichische Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) hat zudem beschlossen, das Projekt weitere zwei Jahre zu begleiten. Dann soll wieder bei der EU um Förderungen angesucht werden, um weitere Möglichkeiten zu suchen, die die Zusammenarbeit zwischen den Ländern erleichtert.

"Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist ein weiterer Meilenstein in der Gesundheitsversorgung, mit dem Niederösterreich zu den Vorreitern in Europa zählt. Dieses Projekt trägt maßgeblich zur Wertschöpfung des Spitalstandortes Gmünd bei, der pro Jahr Investitionen in der Region in der Höhe von 25,2 Millionen Euro auslöst und somit 750 Arbeitsplätze sichert", so Sobotka.

 

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