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Leben 10. Februar 2014

Kinderhospiz

Aufbau in Österreich.

Für die Versorgung von schwerkranken Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und ihren Familien wurde im Auftrag des Gesundheitsministeriums ein Konzept entwickelt. Ein Kinderhospizsymposium von Hospiz Österreich zeigte Ende 2013 die Vielfalt der Initiativen, die in ganz Österreich im Aufbau sind.

In fast allen Bundesländern trägt das sehr erfolgreiche Projekt "Hospiz macht Schule" die Themen Tod, Sterben und Trauer in die Schulen. Die Hospizbewegung Burgenland bildet gemeinsam mit dem Sterntalerhof ehrenamtliche Begleiter und Begleiterinnen für Kinder, Jugendlichen und junge Erwachsene sowie deren Familien aus. Im Sterntalerhof finden betroffene Familien Entlastung, Betreuung und Begleitung.

In Kärnten engagiert sich der Verein "Sonnemond" für den Bau eines stationären Kinderhospizes. In Niederösterreich betreut das mobile Kinderpalliativteam Familien zu Hause, das ehrenamtliche Hospizteam für Kinder und Jugendliche (HoKi) wird gerade aufgebaut. Im Krankenhaus Mödling sind österreichweit die ersten Kinderpalliativbetten eingerichtet. In der Kinderburg Rappottenstein finden betroffene Kinder und Jugendliche mit ihren Familien Unterstützung in der schwierigen Zeit.

In Oberösterreich gibt es mit dem KinderPalliativNetzwerk ein spezialisiertes Team, das seit 6 Jahren rund 150 Familien umfassend betreut hat und über 100 trauernde Kinder und Jugendliche begleitete. Aufgrund der großen Nachfrage wird das Kinderpalliativteam 2014 weiter ausgebaut - eine Kinderkrankenschwester und Kinderfachärztin werden gesucht.

In Salzburg und der Steiermark baut man Teams zur ehrenamtlichen Begleitung von Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und ihren Familien auf und bildet dafür schon aktive Hospizbegleiter weiter aus. Die Weiterbildung erfolgt nach dem österreichweiten Aufbaucurriculum des Dachverbandes Hospiz Österreich, das auf dem von der Hospizbewegung Salzburg entwickelten Curriculum beruht.

In der Steiermark ist zusätzlich ein mobiles Kinderpalliativteam im Aufbau: Kinderärzte, Kinderkrankenpflegepersonal, Palliativbetreuer und Sozialarbeiter mit spezieller Zusatzausbildung werden die jungen Patientinnen und Patienten betreuen und deren Familien eine Stütze sein.

In Tirol vernetzen sich alle, die in der Hospiz- und Palliativversorgung für Kinder und Jugendliche arbeiten. Hospiz Vorarlberg richtete als erstes Bundesland 2006 mit HoKi ein mobiles ehrenamtliches Hospizteam für Kinder ein. In Wien nahm 2013 MOMO - Wiens mobiles Kinderhospiz seine Arbeit auf. Psychotherapeutische Hilfe für Kinder, die mit dem Tod eines geliebten Menschen konfrontiert sind, bietet der Rote Anker. Das Kinderhospiz Netz hat sein Team erweitert.

Die Finanzierung ist nach wie vor sehr unterschiedlich geregelt, jedoch gilt auch hier der hospizliche Grundsatz, dass diese Form der Begleitung für jeden offen sein muss.

HOSPIZ Österreich ist der überparteiliche und überkonfessionelle Dachverband von über 270 Hospiz- und Palliativeinrichtungen. Gegründet 1993 setzt er sich für die Umsetzung der flächendeckenden, abgestuften Hospiz- und Palliativversorgung für alle sowie deren langfristig gesicherte Finanzierung ein, damit Hospiz- und Palliativversorgung für alle Menschen, die es brauchen, erreichbar, zugänglich und leistbar ist. Lebensqualität bis zuletzt für schwer kranke und sterbende Menschen, ein Sterben in Würde, Autonomie und weitgehender Schmerzfreiheit ist das Ziel der multiprofessionellen Betreuung durch hochqualifizierte Haupt- und Ehrenamtliche.

Mehr unter www.hospiz.at

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