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Leben 20. Jänner 2014

Forschung hautnah für Kinder und Jugendliche

Herzerkrankungen durch Biomarker „erKennenLernen".

Das Grazer Ludwig Boltzmann Institut für Translationale Herzinsuffizienzforschung (LBI.HF) präsentiert Forschung hautnah für Kinder und Jugendliche. Dafür haben Assoz.-Prof. Frank Heinzel und MMag. Christina Ragossnig (LBI.HF) fünf regionale Unternehmen aus Wirtschaft und Wissenschaft, darunter auch das Zentrum für Medizinische Grundlagenforschung der Med Uni Graz, und fünf Grazer Schulen für ein gemeinsames Projekt gewinnen können.

In dem Projekt: „Herzerkrankungen durch Biomarker erKennenLernen",www.erkennenlernen.at, erhalten Schüler und Schülerinnen unterschiedlicher Altersgruppen Einblick in Methoden zur Erkennung, Erforschung und Behandlung von Herzerkrankungen im Zusammenhang mit Biomarkern.

Ziele dieser Kooperation sind es, altersgerecht das Interesse für Gesundheit und Forschung zu wecken, die Schüler für Berufsbilder und Karrieremodelle im naturwissenschaftlichen Bereich zu interessieren und Partnerschaften zwischen Schulen und den teilnehmenden Institutionen zu fördern. Die Lerninhalte wurden mit den Lehrern der teilnehmenden Schulen abgestimmt.

Biomarker in der Herzinsuffizienzforschung

Rund 200.000 Menschen in Österreich leiden unter Erkrankungen des Herzens. „Jährlich gibt es in Österreich etwa 10.000 neue Diagnosen", berichtet Prof. Dr. Burkert Pieske, Leiter des LBI.HF. Biomarker sind in diesem Bereich in den Fokus der Forschung gerückt, da ein frühzeitiges Erkennen sowie individuelle Therapien von Herzerkrankungen durch diese Parameter möglich sind. In dem vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie kompetitiv ausgewählten und geförderten Projekt „Herzerkrankungen durch Biomarker erKennenLernen" werden interessierte Kinder und Jugendliche mit dem Alltag der Grazer Wissenschaftern vertraut gemacht.

Breit gefächerter Teilnehmerkreis

Insgesamt besuchen acht Schulklassen der fünf teilnehmenden Schulen – zwei Volksschulen, zwei Gymnasien und eine polytechnische Schule – die fünf Projektpartner aus Wissenschaft und Wirtschaft. Somit steht das Projekt einer breiten Altersgruppe zur Verfügung. Neben dem LBI.HF und dem Zentrum für Medizinische Grundlagenforschung der MedUni Graz nehmen das Institut für Physik der Uni Graz, CNSystems und G.L.Pharma Lannach an dem Projekt teil.

„Bei den Besuchen lernen die Schülerinnen die einzelnen Berufsgruppen kennen, die bei der Erforschung von Herzerkrankungen und Interpretation von Biomarkern sowie bei der Entwicklung neuer Therapieansätze eng zusammenarbeiten", erläutert Christina Ragossnig eines der Projektziele. Schüler der Oberstufe nehmen so interessante Anregungen für den eigenen Berufseinstieg mit und lernen verschiedene Berufsfelder hautnah kennen. Ebenso wird das Berufsbild der „Frau in der Wissenschaft" gezielt durch persönliche Berichte der Mitarbeiterinnen vor Ort gestärkt. Durch die Einbindung von zwei integrativen Schulen sowie dem Besuch einer körperlich beeinträchtigten Forscherin am Arbeitsplatz wird auch dahingehend sensibilisiert, dass sich körperliche Beeinträchtigungen und eine Karriere in der Wissenschaft keinesfalls ausschließen.

„Hands-on" für den wissenschaftlichen Nachwuchs

In kleineren Gruppen besteht die Möglichkeit eines Zweitbesuches an einer der Institutionen. „Unter der Anleitung der Wissenschafterinnen erhalten die Jungforscherinnen die einzigartige Möglichkeit, selbst eigene Experimente an den wissenschaftlichen Geräten durchzuführen", beschreibt Frank Heinzel das Projekt weiter. Die Nachbereitung der Eindrücke erfolgt mit Begleitung einer erfahrenen Präsentationstrainerin - MMag. Dr. Jolanta Paltauf-Doburzynska, ACADEMIA - an den jeweiligen Schulen. Über die Laufzeit des innovativen Projektes hinaus wird ein Kurzfilm über die Erfahrungen der SchülerInnen in den Institutionen berichten. Ebenso werden Lehrmaterialen zum Thema auf einer interaktiven Website zur Verfügung gestellt. Zwischen den beteiligten Institutionen und den teilnehmenden Schulen ist eine nachhaltige Vernetzung der Projektbeteiligten in Form von Patenschaften geplant, um die Bereiche Wissenschaft und Wirtschaft permanent im Schulalltag zu implementieren.

 

Presseaussendung Medizinische Universität Graz/TF, springermedizin.at

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