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Leben 25. Jänner 2014

Theater: Mit Puppen der Welt einen Spiegel vorhalten

Mit seinem wunderbar-phantasievollen Puppentheater hat sich das Kabinetttheater in der Wiener Porzellangasse eine beständig wachsende Anhänger- und Verehrerschar geschaffen.

Absurdes Theater, Kurzgeschichten, Wort und Klang und die unglaublich vielfältigen Variationen der selbst hergestellten Puppen bezaubern, regen zum Denken an und stellen einen durchaus kritischen Kontrapunkt zur Realität draußen dar. Nur etwa 50 Sitzplätze stehen zur Verfügung — eine sehr intime Angelegenheit also, die Prinzipalin des Hauses, Julia Reichert, und ihr kreatives Team der Puppenspieler und -produzenten wechselt vor und nach den Vorstellungen dann zum Servicepersonal in der — einem höchst bibliophilen Wohnzimmer gleichen — Bar der Räumlichkeiten. Ein inspirierendes Rundum-Erlebnis!

Seit mehr als zehn Jahren steht das dadaistische Krippenspiel des Schweizer Dramatikers Hugo Ball in der Vorweihnachtszeit auf dem Programm, im Repertoire finden sich zahlreiche Minidramen von Autoren wie H.C. Artmann, Daniil Charms, Friedrich Achleitner, Wolfgang Bauer (ganz großartig seine „Lukrezia“!), Ernst Jandl und Gerhard Rühm. Die Puppen werden je nach Aufführung und Anforderung selbst in der Werkstatt angefertigt. Maßgeschneidert also.

Die nächste Möglichkeit sich einen derartigen Genuss zu Gemüte zu führen gibt es von 10. bis 18. Februar mit F.K.Wächters Märchen „Die Eisprinzessin“. „Des Teufels Großmutter steckt in einem Dornbusch fest und möchte befreit werden“ , so heißt es. „Der König von Sizilien liegt davor in verzweifelter Sehnsucht nach der Eisprinzessin. Die Eisprinzessin sitzt auf der Spitze ihres Eisbergs und will von all dem nichts wissen.“ Das Ergebnis dieser drei Positionen ist ein poetisches Lehrstück über die Liebe und das Glück.

Informationen: www.kabinetttheater.at

 

 
 

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