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Leben 17. Dezember 2013

Weihnachtsstress

Aus psychologischer Sicht ist die Anspannung vor Weihnachten eher positiv als negativ.

Ein Erholungsforscher der MedUni Wien gibt Entwarnung: Der Stress vor und zu Weihnachten ist aus psychologischer Sicht für die meisten Menschen eher positiv.

Die Zeit vor Weihnachten ist laut epidemiologischen Studien weniger stressig, als man glauben würde. Außerdem werden laut Dr. Gerhard Blasche, Erholungsforscher am Institut für Umwelthygiene am Zentrum für Public Health der MedUni Wien, psychiatrische Dienste zur Weihnachtszeit weniger als sonst beansprucht.

Die Zahl depressiver Erkrankungen nimmt jedoch zur Weihnachtszeit zu, wofür Blasche aber einen einfachen Grund kennt: „Dafür sorgt der Winter mit den kürzeren Tagen, weniger Tageslicht und der Kälte. All das macht uns ein wenig gedämpfter, weniger lustig und vielleicht auch ein wenig trübsinniger. So gesehen ist der Weihnachtsstress durchaus gut, denn er aktiviert uns, gibt uns ein Ziel und schafft Vorfreude."

Das Weihnachtsfest selbst ist aus wissenschaftlicher Sicht aufgrund der kulturellen Verankerung, der sozialen Komponente mit dem Zusammenkommen der Familie und dem gemeinsamen Verbringen von Zeit ebenfalls überwiegend positiv.

Allerdings ist Weihnachten überall präsent – mit allen damit verbundenen Vor- und Nachteilen. „Am gemeinschaftlichen Zeichen Weihnachten kann man nicht vorübergehen. Für viele, die Weihnachten feiern, ist das schön. Diejenigen, die Weihnachten nicht begehen, fühlen sich tendenziell jedoch unangenehm berührt und ein wenig ausgeschlossen", so Blasche zu Aspekten, die besonders Menschen mit einem anderen kulturellen oder religiösen Hintergrund negativ berühren können.

 

Presseaussendung Medizinische Universität Wien/TF, springermedizin.at

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