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Leben 9. Dezember 2013

Teddybären-Krankenhaus nimmt Kindern die Angst vor dem Arztbesuch

Am 16. und 17. Dezember ist das Spital für alle Kuscheltiere geöffnet.

Kindern die Angst vor dem Arztbesuch oder vor einem Spitalsaufenthalt zu nehmen ist das Ziel des Projekts „Teddybären-Krankenhaus". Am Montag, 16., und Dienstag, 17. Dezember, hat das Spital für alle Kuscheltiere - auch Puppen werden untersucht und behandelt - jeweils von 13 bis 16 Uhr in der Wiener Ärztekammer (Weihburggasse 10-12, 1010 Wien) wieder geöffnet.

Das Projekt richtet sich an Kinder von fünf bis acht Jahren. Bereits an den Vormittagen läuft dieselbe Aktion exklusiv für Schulen.„Die Aktion soll den Kids helfen, auf spielerische Art und Weise den Alltag im Krankenhaus nachzuempfinden, ohne selbst betroffen zu sein. Die vielen positiven Rückmeldungen zeigen, dass die Kinder danach zumeist viel weniger Angst vor dem Arztbesuch haben", berichtet Bert Engelhardt von der Austrian Medical Students' Association (AMSA). Er ist Leiter des Organisationsteams des Teddybären-Krankenhauses, das die AMSA in Kooperation mit der MedUni Wien, der Wiener Ärztekammer und dem akademischen Fachverein österreichischer Pharmazeuten veranstaltet.

50 „Teddy-Docs" pro „Schicht" – Studenten der MedUni Wien – stehen für die Untersuchung und Behandlung des erkrankten oder verletzten Kuschelgefährten bereit. Der Ablauf des Nachmittags gestaltet sich so realistisch wie möglich: Die Stofftiere kommen mit ihrer „Betreuungsperson" in den Wartesaal, von dort werden die Kids mit ihren Lieblingen je nach Art der Beschwerden an die jeweiligen Stationen „überwiesen" – es gibt auch eine Apotheke, wo zum Schluss die Rezepte für Salben, Kapseln oder Tee eingelöst werden können.

Von der Aufnahme über den OP-Saal in die Verbandsstation

Bei der Aufnahme werden die Daten des Schmusetiers („wir groß?", „wie schwer?") und die Krankengeschichte aufgenommen. Dann geht es weiter in die Diagnostik. Es gibt ein EKG für die Herzfrequenzmessung, eine Röntgen-Station, Ultraschall und die Möglichkeit der Computertomographie. „Und in den Operationssälen stehen OP-Teddys zur Verfügung, die man aufmachen und wieder zunähen kann", sagt Engelhardt. Am Ende bekommt fast jedes Stofftier in der Verbandsstation einen Verband. Außerdem gibt es eine Zahnklinik und eine Erste-Hilfe-Station samt Rettungswagen.

Die Kinder haben auf jeder Station die Möglichkeit, selbst als Assistent des behandelnden Arztes zuzugreifen und mitzuhelfen: Sie können das Blutabnehmen ebenso üben wie Erste Hilfe, dürfen operieren und den eigenen Teddy mit dem Stethoskop abhören. Pro Kuscheltier und Behandlung ist mit rund einer Stunde zu rechnen, in der die Kids den Spitalsbetrieb und die ärztlichen Leistungen auf spielerisch-interaktive Weise kennenlernen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Veranstalter bitten lediglich um das Mitbringen von Ersatzschuhen (Hausschuhe, Sportschuhe). Es gibt auch Ersatz-Kuscheltiere für jene, die spontan in der Wiener Ärztekammer vorbeikommen.

Teddybären-Krankenhaus am 16. und 17. Dezember 2013

Jeweils 13 – 16 Uhr

Eintritt frei

Für Kinder zwischen 5 und 8 Jahren geeignet

Wiener Ärztekammer, Weihburggasse 10-12, 1010 Wien

Pressemitteilung Medizinische Universität Wien/TF, springermedizin.at

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