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Dr. Michael Eisenmenger, Präsident der ÖGMuG
 
Leben 18. November 2013

Neu gegründet: Österreichische Gesellschaft für Mann und Gesundheit (ÖGMuG)

Anliegen der Männergesundheit in interdisziplinärer Gesellschaft vereint.

Männer leben statistisch fast sechs Jahre kürzer als Frauen, sind um die Hälfte mehr übergewichtig, doppelt so häufig chronisch krank und haben eine drei Mal so hohe Selbstmordrate. Die neu gegründete interdisziplinär ausgerichtete Österreichische Gesellschaft für Mann und Gesundheit (ÖGMuG) möchte daher ein öffentliches Bewusstsein für geschlechtsspezifische Unterschiede schaffen und Männer dazu animieren, ihre gesundheitlichen Probleme ernst zu nehmen und häufiger zum Arzt zu gehen.

Neuer Präsident der ÖGMuG ist Dr. Michael Eisenmenger, Facharzt für Urologie und Andrologie, die weiteren Vorstandsmitglieder sind der Unternehmensberater und Erwachsenenbildner Michael Bayer, MBA, MSc als Vizepräsident, Managing Director bei PricewaterhouseCoopers, Dr. Andrea Kdolsky als Schriftführerin und DDr. Gabriela Eisenmenger, Fachärztin für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie als Kassierin.

Fächerübergreifende Ausrichtung

"Zu oft vernachlässigen Männer ihre Gesundheit und missachten die Warnsignale ihres Körpers. Der Arztbesuch steht bei vielen noch ganz unten auf der Agenda, besonders wenn es sich um die Vorsorgeuntersuchung handelt", sagt Eisenmenger. Daher müsse dem Mann ein seiner Vorstellungswelt adäquater Zugang zur Gesundheitsversorgung ermöglicht werden, so Eisenmenger.

Die ÖGMuG sieht sich bewusst nicht als weitere medizinische Fachgesellschaft, sondern als fächerübergreifende Organisation von Menschen, die mit Männern und ihrer Gesundheit zu tun haben. Neben Ärztinnen und Ärzten spricht die ÖGMuG daher auch Psychologen, Sozialarbeiter, Mediatoren, Trainer, Juristen und in ähnlichen Berufen Tätige an und lädt diese zur Mitarbeit ein.

Ziele der ÖGMuG

Zu den Zielen der ÖGMuG zählen die Förderung der medizinischen und psychosozialen Versorgungssituation des Mannes sowie der Wissenschaft auf dem Gebiet der Männergesundheits-Forschung. Unterstützung gibt es bereits von der Österreichischen Gesellschaft für geschlechtsspezifische Medizin (ÖGGSM) und der International Society for Gender Medicine (IGM). Mittelfristig soll ein eigener Lehrstuhl für Männergesundheit an einer österreichischen Universität – nach dem Vorbild der Universität Hamburg – geschaffen werden.

Neben fachspezifisch medizinischen Aktivitäten wie dem Organisieren von Kongressen – für 1. März 2014 ist bereits der erste interdisziplinäre Kongress für Mann und Gesundheit im Tagungszentrum Schönbrunn/Wien geplant – und Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte plant die ÖGMuG eine breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit, mit der die Zielgruppe der Männer über eine aktive Medienarbeit, Online-Aktivitäten, Aufklärungskampagnen und Patienten-Informationsveranstaltungen direkt angesprochen werden soll.

Weitere Informationen unter: www.mann-und-gesundheit.at

 

 

Presseaussendung Martschin & Partner /TF, springermedizin.at

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