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Die Preisträgerinnen und der Preisträger.

Waltraud Klasnic_Gerda Schmidt

Waltraud Klasnic und Preisträgerin Gerda Schmitdt, MAS

 
Leben 14. November 2013

Hildegard-Teuschl-Preis für "Ethische Bewohnerbesprechnung" der Caritas Socialis

Zum ersten Mal wurde der Preis für wissenschaftliche Leistungen und innovative Projekte in Hospiz und Palliative Care vergeben.

Am 13. November wurde in Salzburg vom Universitätslehrgang Palliative Care gemeinsam mit den Kooperationspartnern Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Dachverband Hospiz Österreich und St. Virgil Salzburg der Hildegard-Teuschl-Preis vergeben.

Die Jury, bestehend aus dem Vorsitzenden Prof. Dr. Johannes Meran vom Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien, Doraja Eberle von der ERSTE Stiftung, Dr. Monika Müller, Hospiz- und Palliativexpertin aus Deutschland und Sr. Karin Weiler Caritas Socialis, vergab den Hildegard-Teuschl-Preis 2013 an folgende Projekte und wissenschaftlichen Arbeiten:

1. Preis

Gerda Schmidt, MAS, Wohnbereichsleitung im CS Pflege- und Sozialzentrum Pramergasse, Wien erhält den 1. Preis für die Entwicklung der ethischen BewohnerInnenbesprechung in den Einrichtungen der Caritas Socialis. Im interdisziplinären Team werden unter Einbeziehung der Angehörigen und wenn möglich der Betroffenen selbst, mögliche Entscheidungen und ihre Konsequenzen besprochen. Die Entscheidung über wichtige ethische Fragestellungen (wie die Ernährung über eine Sonde oder den Wunsch, nicht mehr ins Krankenhaus transferiert zu werden) orientiert sich dabei am (mutmaßlichen) Willen der Bewohnerin oder des Bewohners.

2. Preis

Renate Hlauschek, Geschäftsführerin von MOKI NÖ-Mobile Kinderkrankenpflege wurde ausgezeichnet für die Einrichtung des Kinder- und Jugend-Palliativ-Teams, das in vier Mobilen Palliativteams an den Standorten Melk, Mödling, Tulln und Wiener Neustadt integriert ist und erheblich zur integrierten palliativen Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Niederösterreich beiträgt.

3. Preis

Dr. Ralph Simanek, Arzt an der ersten medizinischen Abteilung im Krankenhaus Hietzing, Wien erhält den Preis für seine Masterarbeit zum Thema "Parenteral Nutrition Survey - Die Rolle parenteraler Ernährung bei Patienten mit maligner Obstruktion", mit der er einen Überblick der neuesten wissenschaftliche Erkenntnissen zu einer in der Palliative Care oft gestellten und diskutierten Frage gibt und die Auseinandersetzung mit ExpertInnenwissen im internationalen Überblick fördert.

Hildegard-Teuschl-Preis

Der Preis erinnert an das Lebenswerk von Mag. Sr. Hildegard Teuschl CS (1937 - 2009). Sie war Pionierin der österreichischen Hospiz- und Palliativbewegung, die federführend an der Gründung des Dachververbandes Hospiz Österreich beteiligt war, dessen Vorsitzende sie 15 Jahre lang war.

Aus ihrer Initiative entstanden in ganz Österreich Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitungslehrgänge, sie entwickelte das Curriculum für Palliativ-Basislehrgänge, die mittlerweile in ganz Österreich und darüber hinaus angeboten werden.

Der Universitätslehrgang Palliative Care wurde von ihr mit aufgebaut und geleitet. Sie brachte unermüdlich die Anliegen der Hospizbewegung in die Politik ein und engagierte sich u.a. erfolgreich für die Familienhospizkarenz und für die Patientenverfügung.

Ein wichtiger Meilenstein war die Parlamentarische Enquete im Mai 2001, bei der sich alle österreichischen Parteien für die Hospiz und Palliative Care und gegen aktive Sterbehilfe aussprachen. Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass in allen Bundesländern Hospiz-Initiativen umgesetzt wurden. Die Weite ihrer Lebensleistung lebt in vielen Initiativen weiter.

Pressemeldung CS/IS, springermedizin.at

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