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Leben 6. November 2013

Neue Sterbetafel für Österreich

Die  Lebenserwartung beträgt bereits mehr als 80 Jahre.

Die Lebenserwartung ist in Österreich auch im ersten Jahrzehnt unseres  Jahrhunderts weiter gestiegen. Laut Sterbetafel 2010/2012, die auf Basis  der gemäß Registerzählung 2011 revidierten Bevölkerungszahlen und  der Sterbefälle der Jahre 2010 bis 2012 erstellt wurde, beträgt die erstmals für beide Geschlechter zusammen berechnete Lebenserwartung 80,7 Jahre.

Für Männer liegt die Lebenserwartung nun bei 78,0 Jahren, für Frauen bei 83,3 Jahren. Nach den Berechnungen von Statistik Austria nahm die männliche Lebenserwartung gegenüber dem Zeitraum 2000/02 um 2,4 Jahre zu, jene der Frauen um 1,8 Jahre. Somit hat sich der Vorsprung der Frauen in der Lebenserwartung von 6,0 auf 5,3 Jahre reduziert.

Erhöhtes Sterberisiko im jugendlichen Alter

Die Säuglingssterblichkeit, also das Sterberisiko im ersten Lebensjahr, ist in der Vergangenheit stark gesunken und beträgt nur noch 3,9 Promille für Buben bzw. 3,2 Promille für Mädchen. Die niedrigste Sterblichkeit ist im Volksschulalter bei beiden Geschlechtern mit weniger als 0,1 Promille zu beobachten. Im jugendlichen Alter von 19 bis 22 Jahren ist sie jedoch bei den Burschen mehr als zehn Mal höher als im Volksschulalter, bei den Mädchen rund vier Mal so groß. Grund dafür sind in diesem Alter vor allem (motorisierte) Unfälle, aber auch die vergleichsweise hohen Selbstmordraten.

Bis zum 25. Lebensjahr der Frauen bzw. bis zum 28. Lebensjahr der Männer sinkt die Sterblichkeit wieder ab, um dann kontinuierlich  anzusteigen. In allen Altern liegen die weiblichen Sterbewahrscheinlichkeiten unter jenen der Männer. Im 51. Lebensjahr für Männer bzw. 56. Lebensjahr für Frauen wird wiederum das Niveau der Säuglingssterblichkeit erreicht. Ab dem Alter von 85 Jahren für Männer bzw. 87 Jahren für Frauen betragen die Wahrscheinlichkeiten innerhalb eines Jahres zu sterben bereits mehr als 10 Prozent.

Zur Geburt liegt die Lebenserwartung bei 78,0 Jahren für Männer bzw. 83,3 Jahren für Frauen. Ist eine Person den Sterberisken  m Jugendalter entronnen und hat das 30. Lebensjahr erreicht, so beträgt die fernere Lebenserwartung weitere 48,9 Lebensjahre (Männer) bzw. 53,8 Jahre (Frauen; Tabelle 2). Diese Männer können somit rechnen, dass sie 78,9 Jahre alt werden, die gleichaltrigen Frauen 83,8 Jahre. Ein Mann, der an seinem 62. Geburtstag in den Ruhestand tritt, hat die Chance, seine Pension genau 20 Jahre genießen zu dürfen. Frauen haben an ihrem 60. Geburtstag eine fernere Lebenserwartung von 25,4 Jahren.

Neben der Lebenserwartung lassen sich aus der Sterbetafel auch Wahrscheinlichkeiten ablesen, ein bestimmtes Alter zu erreichen. So beträgt die Wahrscheinlichkeit für ein neugeborenes Mädchen, das  Erwachsenenalter von 30 Jahren zu erreichen, 99,2 Prozent. Für einen Knaben ist sie wegen der höheren Sterblichkeit im Kindes- und Jugendalter  mit 98,5 Prozent um 0,7 Prozentpunkte niedriger. Vor 100 Jahren (Sterbetafel 1909/1912) erlebten nur rund zwei Drittel aller Neugeborenen den 30. Geburtstag. Nahezu 9 von 10 Männern erreichen gemäß der aktuellen Sterbetafel ihren 60. Geburtstag (89,9 Prozent), unter den Frauen sind es sogar 94,7 Prozent.

Die Wahrscheinlichkeit, 100 Jahre alt zu werden, beträgt gemäß der aktuellen Sterbetafel 2010/12 1,9 Prozent für Frauen und 0,7 Prozent für Männer. Hat eine Person dieses hohe Alter erreicht, so stehen ihre Chancen gut, auch den 101. Geburtstag feiern zu dürfen: Die fernere  Lebenserwartung im genauen Alter von 100 Jahren beträgt nämlich immerhin 1,8 Jahre für Männer und 2,0 Jahre für Frauen.

Presseaussendung Statistik Austria/TF, springermedizin.at

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