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Hermann Nitsch 1. Aktion 19.12.1963, Kreuzigung und Beschüttung eines menschlichen Körpers Wohnung Mühl, Wien

 
Leben 5. November 2013

VIENNA ART WEEK 2013

„Hermann Nitsch – Sinne und Sein Retrospektive".

In wenigen Tagen ist es wieder so weit! Die VIENNA ART WEEK 2013 findet vom 18. bis 24.  November heuer bereits in ihrer neunten Auflage unter dem Titel  PROJECTING WORLDS in ganz Wien statt. 

Mit einem intensiven und vielschichtigen Programm ist es dem vom Dorotheum initiierten und vom Art Cluster Vienna gestalteten Kunstfestival gelungen, die Vernetzung österreichischer und internationaler Akteure der Kunstwelt voranzutreiben. 28 Kunstinstitutionen die Mitglieder des Art Clusters sind, namhafte Galerien, öffentliche und private Kunstinstitutionen sind mit 25 Special Projects dabei und 19 Off Spaces überraschen mit weiteren spannenden Programmpunkten.

Nitsch Foundation im Rahmen der VIENNA ART WEEK 2013

Die Nitsch Foundation, Hegelgasse 5, Wien 1, eröffnet am Dienstag, den 19. November 2013 um 19 Uhr mit einer Aktion die Ausstellung „Hermann Nitsch – Aktionsfotos 1960 bis 1979". Präsentiert werden frühe Aktionsfotografien des Künstlers, sowie Originalabzüge, Kontaktaufnahmen, Collagen, Archivraritäten und nie gezeigte Atelierschätze. Die Besucher nehmen im Rahmen der Eröffnung an dem Geschehen einer Körperaktion teil, die durch ein von Hermann Nitsch komponiertes Musikstück begleitet wird.

Hermann Nitsch

Nach einem diplomierten Abschluss an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien übernahm Nitsch 1957 eine Stelle als Gebrauchsgrafiker am Technischen Museum. Einige Jahre später entstanden die ersten Malaktionen und auch die Idee des Orgien-Mysterien-Theaters, das ihn von da ab unablässig beschäftigt und in dem sich alle seine Bestrebungen sammelten. Seine in Wien in der Öffentlichkeit abgehaltene Aktionsarbeit führte in den frühen sechziger Jahren zu ständigen Konfrontationen mit den Behörden und mehrwöchigen Gefängnisaufenthalten, die den Künstler 1968 veranlassten, nach Deutschland zu übersiedeln.

Nach großen Erfolgen des Orgien-Mysterien-Theaters Ende der sechziger Jahre in den USA und Deutschland führte Nitsch während der siebziger Jahre in vielen europäischen und nordamerikanischen Städten Aktionen durch. 1971 gelang ihm der Ankauf des niederösterreichischen Schlosses Prinzendorf aus dem Besitz der Kirche, wo Nitsch im Zuge größer angelegter Aktionen auch seine Vorstellungen von der Musik zu seinem Theater verwirklichte. Bei den Aktionen wurden Lärmorchester, Schreichöre und elektronisch verstärkte Instrumente eingesetzt. Nitsch deutete das Leben als Passion, den Malprozess als verdichtetes Leben und damit als Inbegriff der Passion.

Der Künstler selbst blieb durch seine an zentraler Stelle im Gemälde eingefügten Malhemden, die er während der Arbeit trug, anwesend und animiert den Betrachter, sich mit dem Malvorgang zu identifizieren und mit ihm ins Bild einzutreten. Nach Gastprofessuren an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste – Städelschule in Frankfurt am Main und der Hochschule für bildende Künste Hamburg unterrichtete Nitsch seit 1989 bis zu seiner Emeritierung an der Städelschule eine Klasse für Interdisziplinäre Kunst.

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