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Leben 5. November 2013

Expertise für ein sicheres Gesundheitssystem

Postgradualer Universitätslehrgang "Patientensicherheit und Qualität im Gesundheitssystem"

Die Universität Wien bietet gemeinsam mit der MedUni Wien mit dem Masterlehrgang "Patientensicherheit und Qualität im Gesundheitssystem" eine praxisorientierte Weiterbildung mit nationaler und internationaler Expertise, die rasch in die  Arbeit einfließen kann.

Gerade in den vergangenen Monaten rückten besorgniserregende Fälle im Gesundheitssystem – wie etwa die Schließung der Ordination einer Abtreibungsärztin – das Thema Patientensicherheit in den medialen Fokus.  Aber auch im täglichen Ablauf des Medizinbetriebs gibt es  Verbesserungspotenzial. "Umso wichtiger ist es, verantwortliche Mitarbeiter im Rahmen von Aus- und Weiterbildung zu Themen wie Sicherheit und Qualität zu schulen und zu sensibilisieren", ist Stefan Dinges überzeugt. Er ist, gemeinsam mit Andreas Valentin, wissenschaftlicher Leiter des postgradualen Universitätslehrgangs "Patientensicherheit und Qualität im Gesundheitssystem", der seit 2008 an der Universität Wien in Kooperation mit der Medizinischen Universität Wien angeboten wird.

Nicht nur für Ärzte relevant

Der berufsbegleitende, postgraduale Lehrgang befähigt die Absolventen zur Übernahme von verantwortlichen Positionen in allen Bereichen des Gesundheitswesens. Die Weiterbildung ist für Ärzte, aber auch für jene Personen, die mit Sicherheit im Gesundheitssystem zu tun haben, interessant: Juristen, Ökonomen, Riskmanager sowie Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit. Neben der Theorie, etwa in Medizinrecht oder Ethik, erhalten die Teilnehmer auch das erforderliche praktische Handwerkszeug, um im Alltag für mehr Sicherheit in der Behandlung von Patienten zu sorgen.

Neue Sicherheitskultur im Gesundheitswesen

"Die Wahrheit, der wir uns stellen müssen: Die Einrichtungen des Gesundheitswesens sind risiko- und fehleranfällig. Dazu tragen komplexe Abläufe und Strukturen bei, die nicht trivial zu steuern sind. Sicherheit ist nur durch einen Mix von Methoden, Konzepten und Aufmerksamkeiten herzustellen, die durch alle Bereiche der Einrichtung gehen – von der Führung bis zum Portier. Für eine neue Sicherheitskultur im Gesundheitswesen sind die Patientinnen und ihre Angehörigen unbedingt an diesem Prozess zu beteiligen", erklärt Stefan Dinges.

Patientensicherheit in der Praxis

Helmut Trimmel, Vorstand der Abteilung für Anästhesie, Notfall- und Allgemeine Intensivmedizin im Landeskrankenhaus Wiener Neustadt, ist einer der ersten Absolventen des Masterlehrgangs "Patientensicherheit und Qualität im Gesundheitssystem":  "Die Vorteile zeigen sich in einem vertieften Wissen um die Bedeutung von Patientensicherheit im klinischen Alltag und die Möglichkeiten, das neu erworbene Wissen rasch in der Praxis umzusetzen."

Die Bedeutung dieser Weiterbildung betonte auch Gesundheitsminister Alois Stöger bei der Graduierung des ersten Lehrgangs: "Dadurch wird das österreichische Gesundheitssystem für die Patientinnen, aber auch für die Mitarbeiterinnen in den Einrichtungen sicherer und transparenter."

Dritter Masterlehrgang startet im Frühjahr 2014

Im Frühjahr 2014 startet der dritte Durchgang des interdisziplinären Universitätslehrgangs, der in Kooperation mit der Medizinischen Universität Wien durchgeführt wird. Bewerbungen sind ab sofort an das Postgraduate Center der Universität Wien (Spitalgasse 2, Hof 1,1090 Wien) zu richten.

Infoabend

Der nächste Infoabend zum Masterprogramm findet am Donnerstag, 7. November 2013, um 18 Uhr im Seminarraum des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin (Spitalgasse 2-4, Hof 2.8, 1090 Wien) statt.

Presseaussendung der Universität Wien/TF, springermedizin.at

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