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v.l.n.r.: Dr. Robert Brandstetter, Bundesgeschäftsführer, DI Johannes Bucher, Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe, DGKS Anneliese Gottwald, Pflegedienstleiterin u. Gründerin des AID, DGKS Elisabeth Kühnelt-Leddhin, Leiterin des Pflegenotdienstes
 
Leben 7. Oktober 2013

Johanniter feierten 15 Jahre Akutpflegedienst

Das Erfolgsmodell erhält den neuen Namen: Pflegenotdienst.


Die Johanniter feierten 15 Jahre Akutpflegedienst im den neu ausgebauten Räumlichkeiten der Johanniter-Unfall-Hilfe in Wien Floridsdorf. Gäste aus den Bereichen Soziales, Pflege und Gesundheit waren am 3. Oktober 2013 nach Wien Floridsdorf gekommen, um gemeinsam die Erfolgsgeschichte dieser einzigartigen Dienstleistung zu würdigen.


"Als wir 1998 erstmalig unseren Dienst anboten, waren wir insgesamt fünf diplomierte Gesundheits- und Krankenschwestern und nur in der Nacht im Einsatz. Heute sind wir 11 Personen, rund um die Uhr erreichbar und rücken im Durchschnitt 6-mal pro Tag aus. In den letzten 15 Jahren haben wir die stolze Summe von 27.000 Einsätzen absolviert", resümiert Anneliese Gottwald, Gründerin des Akutpflegedienstes bei der Feier im Johanniter-Center-Nord.

Neuer Name: Pflegenotdienst

"Nach 15 Jahren Einsatz haben wir feststellen müssen, dass der Begriff 'Akut' in der Fachliteratur eine neue Bedeutung erfahren hat. Eine Bedeutung, die unsere Arbeit nur bedingt abbildet, weil es eben nicht nur in Richtung Erstversorgung geht. Und da wir immer dann zur Stelle sind, wenn Not in der Pflege herrscht, haben wir beschlossen, den Akutpflegedienst in Pflegenotdienst um zu nennen", betont die Leiterin des Pflegenotdienstes der Johanniter, Elisabeth Kühnelt-Leddihn.

DI Johannes Bucher, Präsident der Johanniter Unfall Hilfe, lobte in seiner Rede das Engagement der Mitwirkenden. Dass der Pflegenotdienst der Johanniter heute mehr als 10.000 Patienten und Patientinnen verzeichne, ließe mehrere Rückschlüsse zu: Die große Nachfrage zeige, dass diese Dienstleistung gebraucht wird. Das wiederum sei nicht nur der Qualität der Arbeit von einem hochmotivierten und professionellen Team zu verdanken, es gäbe auch die Notwendigkeit rund um die Uhr professionelle Pflege zur Verfügung zu haben. "Wir Johanniter werden immer noch mit Blaulicht in Verbindung gebracht. In diesem Bereich sind wir männerdominiert. Die Pflegeexpertise liegt in Frauenhand. Der Pflegenotdienst ist ein Projekt kompetenter, starker Frauen, die unverzichtbare Arbeit leisten", so der Präsident. Ebenso bedankte sich Johannes Bucher bei den Fördergebern sowie bei den vielen Spenderinnen und Spendern.

Der Pflegenotdienst der Johanniter

Die Johanniter starteten im Jahr 1998 den Akutpflegedienst für die Wiener Bevölkerung. Der Akutpflegedienst füllte eine bis dahin bestehende Lücke in der Versorgung von Patienten und Patientinnen, die frühzeitig aus dem Spital entlassen wurden und noch keine langfristige Pflege organisieren konnten, oder in den Abend- und Nachtstunden und zum Wochenende akut professionelle Pflege im häuslichen Bereich benötigen. Heute stellt der Akutpflegedienst einen unverzichtbaren Beitrag zur mobilen Pflegeversorgung in Wien dar. Der vom Fonds Soziales Wien und durch Spenden finanzierte Pflegenotdienst ist für die Betroffenen kostenlos und wird jährlich von 1.200 Personen angefordert.

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