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Die Preisträger 2013 mit Geschäftsführer Erich Fenninger (Volkshilfe/2. v.l.), Sektionschef Manfred Pallinger (BMASK/4. von rechts) und Sektionschefin Edeltraud Glettler (BMASK/2. von rechts)
 
Leben 26. September 2013

Pflegepreis für Jugendliche

Die Volkshilfe zeichnet heuer auch pflegende Jugendliche mit dem "Österreichischen Pflege- und Betreuungspreis" aus. 

"Es geht hier nicht um die normale Mithilfe im Haushalt. Es geht um Kinder und Jugendliche, die tagtäglich mehrere Stunden Mutter, Vater oder Großeltern pflegen müssen", betonte Erich  Fenninger, Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe Österreich, bei der Preisverleihung des "Österreichischen Pflege- und Betreuungspreises", die am 25. September im Marmorsaal des BMASK stattfand.

Die Auszeichnung, die von der Volkshilfe 2006 ins Leben gerufen wurde, rückt das Engagement pflegender Angehöriger und ehrenamtlicher Helfer in den Mittelpunkt. Neu ist 2013 ein Sonderpreis für pflegende Jugendliche. "Mit einem Sonderpreis für pflegende  Jugendliche möchten wir deren Leistungen in der familiären Pflege mehr öffentliche Beachtung verschaffen", sagt Fenninger.

Rund 120 Menschen besuchten die Preisverleihung, darunter zahlreiche Vertreter von Hilfsorganisationen, Selbsthilfegruppen und Interessenvertretungen. Sektionschef Manfred Pallinger sprach Grußworte. Sektionschefin Edeltraud Glettler und Birgit Meinhard-Schiebel, Präsidentin der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger, hielten die Laudatio. Für musikalisches Rahmenprogramm sorgten das Kabarettduo RaDeschnig und das Bernd Fröhlich Orchester. Auch Sozialminister Rudolf Hundstorfer schickte Dankesworte an die Preisträger: "Wir brauchen Sie - auf Ihre Arbeit baut das Fundament des guten österreichischen Pflegesystems auf."

Die Preisträger der Kategorie "Pflegende Angehörige" 

1. Platz: Ghiselaine Jedloutschnig ist Mutter von vier Kindern. Zwei ihrer Kinder leben mit einer schweren Behinderung. Die alleinstehende Mutter kümmert sich nicht nur liebevoll um ihre Kinder, sondern steht auch mit beiden Beinen im Berufsleben.

2. Platz: Susanne Fritsch pflegt seit 2009 ihren Lebensgefährten Gerald, der nach einem Schlaganfall rund um die Uhr Pflege und Betreuung benötigt. 

3. Platz: Edeltraud Hartinger betreut seit 2009 ihren Lebensgefährten, der an Demenz erkrankt ist. Die fortschreitende Krankheit macht ständige Betreuung notwendig.

Die Preisträger der Kategorie "Ehrenamtliche HelferInnen"

1. Platz: Christine Zdennek engagiert sich ehrenamtlich im Verein pro mente. Die Pensionistin widmet sich jede Woche ca. zehn Stunden der sozialpsychiatrischen Arbeit. 

2. Platz: Monika Kowelka leistet ehrenamtlich Besuchsdienst. Zweimal pro Woche begleitet sie BewohnerInnen im CS Pflege- und Sozialzentrum Rennweg, das spezialisiert ist auf die Bedürfnisse von Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind.

3. Platz: Das ehrenamtliche Team vom VorderlandHus in Töthis/Vorarlberg hilft mehrmals pro Woche tatkräftig bei der Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Menschen mit. Sie leisten nicht nur wertvolle Unterstützung, sondern sorgen für frischen Wind im Sozialzentrum.


Die Preisträger der Kategorie "Pflegende Jugendliche"

Anna-Maria und Alfred Mayr pflegen ihre Schwester Theresa, die 1993 geboren wurde und am Rett-Syndrom leidet. Durch ihr Engagement sind sie eine große Stütze für die ganze Familie. 

Larissa Pfund ist 19 Jahre alt und pflegt ihren Vater, der an MS erkrankt ist. Die Schülerin kümmert sich selbstständig um Haushalt und die Pflege des Vaters.

Konstantin Prager pflegt seine Mutter, die seit 2008 querschnittsgelähmt ist. Er unterstützt seine Mutter nicht nur im Alltag, sondern übernimmt auch pflegerische Tätigkeiten. 

Die Preisträger 2013 wurden von einer Fachjury ermittelt.Geehrt wurden außerdem Brigitte Komornik, die seit 30 Jahren drei Pflegekinder mit Behinderung etreut, der Verein Survivors Österreich, der sich für an Krebs erkrankte Jugendliche einsetzt, und Karl Ludwig, der den Selbsthilfeverein "Das behinderte Kind" ins Leben gerufen hat. Der "Österreichische Pflege- und Betreuungspreis" wird unterstützt vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz. Die Volkshilfe dankt den SponsorInnen und KooperationspartnerInnen RZB, Rogner Bad Blumau, REWE International AG, Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger, RaDeschnig, Falter, NEWS, STYX, Kolariks,Prater, Taxi 40100 und James barz&barz.

Presseaussendung der Volkshilfe Österreich/TF, springermedizin.at

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