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Leben 25. September 2013

EbM Ärzteinformationszentrum feiert fünfjähriges Bestehen

Servicestelle der Donau-Universität Krems liefert evidenzbasierte Antworten zu Anfragen aus der Klinik.

Neben der Spitalsarbeit ist es für Ärzte und Ärztinnen oft schwierig, selbst wissenschaftliche Recherche zu betreiben, wenn es darum geht, die bestmögliche Behandlung für Patienten anzuwenden. Als einzige unabhängige Servicestelle für Spitalsärzte in Österreich bietet das EbM Ärzteinformationszentrum an der Donau-Universität Krems seit fünf Jahren evidenzbasierte Information zu medizinischen Fragestellungen. Ermöglicht wird das Service durch eine Kooperation mit dem niederösterreichischen Gesundheits- und Sozialfonds.


Rund drei Millionen medizinische Fachartikel werden jährlich veröffentlicht. Hier auf dem neuesten Stand der Studienlage zu bleiben, stellt Mediziner vor eine Herausforderung. Hilfestellung erhalten niederösterreichische Spitalsärzte seit September 2008 von den Mitarbeitern des EbM Ärzteinformationszentrums am Department für Evidenzbasierte Medizin und Klinische Epidemiologie der Donau-Universität Krems. „Das Service soll ÄrztInnen darin unterstützen, evidenzbasiert zu arbeiten, wenn ihnen die Zeit fehlt, selbst zu recherchieren. Wir bewerten die Studien auch nach ihrer Aussagekraft und verfassen ein kompaktes Antwortdokument“, berichtet die Leiterin des EbM Ärzteinformationszentrums Dr. Angela Kaminski-Hartenthaler.

Die Anfragen betreffen medikamentöse und operative Therapien aus nahezu allen medizinischen Fachgebieten und diagnostische Maßnahmen. Je nach Fragestellung und der dazu vorhandenen Literatur reicht die Bearbeitungszeit einer Anfrage von einigen Stunden bis zu mehreren Wochen. Bislang sind es überwiegend Mediziner in Leitungsfunktionen, die sich an das EbM Ärzteinformationszentrum wenden: „Hier würde ich mir wünschen, dass auch mehr Ärzte in Grundausbildung unser Service nutzen“, meint Kaminski-Hartenthaler. Mit Vorträgen in den Spitälern der Niederösterreichischen Landeskliniken-Holding unter dem Titel „EbM kompakt“ versucht das Team des EbM Ärzteinformationszentrums daher, Mediziner noch stärker für das evidenzbasierte Arbeiten zu sensibilisieren. „Wir hoffen, dass es dadurch in Zukunft selbstverständlicher wird, sich bei Unklarheiten im Klinikalltag evidenzbasierte Information zu holen“, sagt Kaminski-Hartenthaler.

So funktioniert das Service

Medizinische Anfragen können Ärzte direkt über die Website http://www.ebminfo.at/ stellen. Auf Basis einer Literatursuche in mehreren medizinischen Datenbanken erarbeiten die Mitarbeiter des EbM Ärzteinformationszentrums daraufhin ein evidenzbasiertes Antwortdokument, das auch die Beschreibung der Suchstrategie und eine Referenzliste enthält. Neben der Anfragemöglichkeit bietet die Website außerdem ein nach Fachgebieten gegliedertes, anonymisiertes Archiv mit bereits ausgearbeiteten Antworten auf Fragen aus der Klinik.



Pressemitteilung der Donau-Universität Krems/TF, springermedizin.at

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