zur Navigation zum Inhalt
© Nephrologie Wien
Prof. DDr. Walter Hörl, AKH Wien
 
Leben 23. August 2013

Nachruf auf Prof. Dr. Walter Hörl

Doyen der Österreichischen Nephrologie starb am 25. Juni 2013

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Österreichische Kardiologische Gesellschaft trauert um Professor DDr. Walter Hörl. Die Nachricht über sein Ableben hat nicht nur seine engsten Mitarbeiter tief betroffen. Auch in der kardiologischen Ärzteschaft hat sein plötzlicher Tod am 25. Juni 2013, kurz vor seinem 68. Geburtstag, große Bestürzung hinterlassen.

1992 folgte er dem Ruf nach Österreich

Nach seiner Ausbildung in Würzburg und Bochum war Prof. Hörl zunächst leitender Oberarzt an der Medizinischen Universitätsklinik Freiburg und anschließend zwei Jahre ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin IV am Universitätsklinikum Homburg/Saar. Einem Ruf an die Universität Wien als Leiter der Klinischen Abteilung für Nephrologie und Dialyse der Medizinischen Universität Wien folgte er 1992. Er war in dieser Funktion bis zuletzt tätig.

Viele wissenschaftliche Auszeichnungen

Professor Hörl war ein international hoch geehrter Wissenschafter und medizinischer Forscher. Für seine beeindruckenden Leistungen im Bereich der Nephrologie wurde er mit mehreren hochrangigen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Nils-Alwall-Preis, dem Addis Award, der International Distinguished Research Medal der National Kidney Foundation und der Albert Struyvenberg Medal der European Society of Clinical Investigation. Erst voriges Jahr erhielt für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Nieren- und Hochdruckerkrankungen die Franz-Volhard-Medaille, die höchste Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie.

Interdisziplinärer Denker mit Weitblick

Doch Prof. Hörl hat nicht nur sein eigenes Fach entscheidend geprägt. Wichtig waren auch seine interdisziplinären Forschungsarbeiten und die Leitung fächerübergreifender Veranstaltung. Gerade sein Engagement für die Grenzgebiete zwischen den Fächern, wie etwa eine enge Zusammenarbeit mit der Kardiologie, hat ihn besonders ausgezeichnet.

Das Ableben von Prof. Walter Hörl bedeutet einen großen Verlust für die Medizinische Universität Wien und für die gesamte österreichische Ärzteschaft. Mit ihm verlieren wir einen bedeutenden Kliniker und Forscher, vor allem aber einen wertvollen Menschen und Lehrer, der Generationen von österreichischen Ärzten entscheidend geprägt hat.

 

 

Gerald Maurer,

 

für die Mitarbeiter der

 

Medizinischen Universität Wien

 

Burkert Pieske

 

für die Mitglieder der Österreichischen

 

Kardiologischen Gesellschaft

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben