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Bundesminister Prof. Dr. Karlheinz Töchterle, Prof. Dr. Christine Bandtlow (Sektion für Neurobiochemie), Rektor Prof. Dr. Herbert Lochs und Prof. Dr. Werner Poewe (Universitätsklinik für Neurologie).
 
Leben 15. Juli 2013

uni.stärken - Spitzenforschung zum Wohle der Patienten

Minister Karlheinz Töchterle zu Gast an der MedUni Innsbruck.

Mit seinem Besuch an der Medizinischen Universität Innsbruck setzt Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle seine Universitätsbesuche in der Reihe „uni-stärken“ fort. Rektor Univ.-Prof. Dr. Herbert Lochs und sein Team gaben Minister Töchterle einen Einblick in die exzellente Wissenschaft am Medizinstandort Innsbruck.

 

 „Die Medizinische Universität Innsbruck leistet Spitzenforschung zum Wohle der Patientinnen und Patienten. Von den Neurowissenschaften über die Onkologie bis zur Genetik, Epigenetik und Genomik sowie Infektiologie, Immunologie & Organ- und Gewebeersatz trägt sie wesentlich zum medizinischen Fortschritt bei“, so Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle. Im Rahmen der gezielten "uni.stärken"-Besuche war er am Vormittag des 12. Juli an der Medizinischen Universität Innsbruck zu Gast, wo er von Rektor Prof. Dr. Herbert Lochs empfangen wurde.

Gemeinsam mit Vertreter/innen des Senats, der Professor/innen, der Studierenden sowie Wissenschaftler/innen begann Töchterle seinen Rundgang bei den Universitätskliniken für Neurologie (Direktor: Prof. Dr. Werner Poewe), Neurochirurgie (Direktor: Prof. Dr. Claudius Thomé), Neuroradiologie (Direktorin: Prof.in Dr.in Elke Gizewski) und Psychiatrie (Direktor: Prof. Dr. Wolfgang Fleischhacker). Anschließend besichtigte der Minister das Centrum für Chemie und Biomedizin (CCB), wo er von Prof.in Dr.in Christine Bandtlow durch das Labor der Biooptik geführt wurde. Die Biooptik ist auch ein hervorragendes Beispiel für die gute Zusammenarbeit mit der Leopold-Franzens Universität.


Im Rahmen des Besuchs betonte Lochs wie positiv sich die Medizinische Universität Innsbruck in den letzten Jahren entwickelt hat. „Am Beispiel der neurowissenschaftlichen Forschung zeigt sich, wie eng die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Grundlagenforschung mit der Klinik vernetzt sind und wie hervorragend die interdisziplinäre Zusammenarbeit unter den Fachbereichen funktioniert“, erklärt Lochs, der die Medizinische Universität Innsbruck seit 2009 leitet. „Der Einsatz der tiefen Hirnstimulation bei Patienten mit Parkinson-Krankheit, Zittern und anderen Bewegungsstörungen ist eines der besten Beispiele, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Neurologie, Neurochirurgie und moderner neuroradiologischer Bildgebung zum Wohle von betroffenen PatientInnen, aber auch zum wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn beitragen.“

Die Neurowissenschaften bilden einen von insgesamt vier Forschungsschwerpunkten an der MedUni Innsbruck. 2012 ist die neurowissenschaftliche Forschung der MedUni Innsbruck vom Medizinischen Ausschuss des Österreichischen Wissenschaftsrates in einem Bericht als „exzellent“ mit „internationaler Ausstrahlung“ bewertet worden. Explizit genannt wurden in der zusammenfassenden Einschätzung die Forschungen zu Bewegungsstörungen, Neurodegeneration, zur Schlaganfall-Prävention und zur Schizophrenie.

Leuchttürme Innsbrucker Medizinforschung

An diesen Leuchttürmen der Innsbrucker Medizinforschung orientierte sich das Besichtigungsprogramm von Minister Töchterle: Zunächst stand die „Schlaganfalleinheit“ (Stroke Unit) der Universitäts-Klinik für Neurologie (Direktor: Prof. Werner Poewe) auf dem Programm. Durch die hochspezialisierte Behandlung dort bleiben vielen Patienten Langzeitschädigungen erspart. Auch hier ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik für Neuroradiologie (Direktorin: Prof.in Dr.in Elke Gizewski) essenziell, um akute Gefäßverschlüsse im Gehirn mittels Katheterverfahren sichtbar zu machen und aufzulösen. Dadurch können dreimal so vielen Menschen als zuvor schwerwiegende Schlaganfallfolgen erspart werden.

Schlaganfälle in Folge von Hirnblutung bedürfen oftmals der operativen Versorgung durch die Universitätsklinik für Neurochirurgie (Direktor: Prof. Dr. Claudius Thomé). Schwere Formen der Hirnblutung benötigen darüber hinaus zur Intensivüberwachung ein aufwendiges Gewebemonitoring mittels implantierter Sonden, was durch ein interdisziplinäres Team aus der neurologische Intensivstation und der Universitätsklinik für Neurochirurgie geschieht. Von besonderer Bedeutung für die klinische neurowissenschaftliche Forschung an der Medizinischen Universität ist die von der Universitätsklinik für Neuroradiologie (Direktorin: Prof.in Dr.in Elke Gizewski) betreute Gemeinsame Einrichtung für Bildgebungsforschung. Hier wird gezeigt, wie das Gehirn und dessen Störungen sichtbar gemacht werden und für die Therapie genutzt werden können. Dies ist ein weiteres Aushängeschild für interdisziplinäre wissenschaftliche Zusammenarbeit innerhalb der Innsbrucker Universitätskliniken.

Das Departement für Psychiatrie und Psychotherapie gab im Zuge des Rundgangs Einblick in verschiedene von der Europäischen Union geförderte Forschungsprojekte:

  • Prof. Dr. Alois Saria (Abteilung Experimentelle Psychiatrie) ist als einziger Vertreter Österreichs im Managementbereich des EU-Flaggschiffprojekts „Human Brain Project“ (HBP) tätig. (Geschätzte Kosten 1,19 Milliarden Euro).
  • Beim Projekt MOODINFLAME werden immunologische Veränderungen im Rahmen der Depression untersucht. (Prof.in Dr.in Barbara Sperner-Unterweger, Gesamtfördersumme 12 Millionen Euro).
  • Der Direktor des Departements für Psychiatrie und Psychotherapie Prof. Dr. Wolfgang Fleischhacker selbst ist im Executive Board des EU-Projekts „OPTiMiSE“ tätig. Mit einer Gesamtfördersumme von 14 Millionen Euro will dieses Projekt die Behandlung von Schizophrenie optimieren.

Welche hervorragenden Leistungen die Forscherinnen und Forscher am Medizinstandort Innsbruck bieten, zeigt auch das jüngste Hochschulranking der Universität Leiden, der ältesten Universität der Niederlande: Darin findet sich die MedUni Innsbruck auf Platz 170 und ist damit die bestplatzierte Universität Österreichs.


Reihe „uni.stärken“

Mit seinem Besuch an der MedUni Innsbruck setzt Wissenschaftsminister Töchterle seine gezielten Universitätsbesuche in der Reihe "uni.stärken" fort. Bisher war er an der Universität Klagenfurt, der Veterinärmedizinischen Universität Wien, dem Mozarteum Salzburg, der Universität Wien, der Universität Innsbruck, der Montanuniversität Leoben, der JKU Linz, der Kunstuniversität Linz, der Universität für Bodenkultur Wien, der Universität Graz, der Medizinischen Universität Graz und der Technischen Universität Graz zu Gast. Mit den Besuchen sollen die zahlreich vorhandenen Stärken der Universitäten sichtbarer gemacht werden.

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