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Leben 1. Juli 2013

Spitäler-Neuordnung in Graz

Ordensspital Eggenberg ab 2018 zu.

Im Zuge der steirischen Spitalsreform schließen die Barmherzigen Brüder ihr Haus in Graz-Eggenberg. Der Innenstadtstandort Marschallgasse wird im Gegenzug ausgebaut und dort auch Akutversorgurg angeboten. Das Grazer Elisabethinen-Krankenhaus wird stärker als bisher in den Akutversorgungsausftrag eingebunden, wie es bei der von Gesundheitslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder (ÖVP) kurzfristig angesetzten Pressekonferenz am Montag hieß.

 

Für die Modernisierung bzw. Errichtung neuer, modernerer Stationen in beiden Häusern sind Investitionen in der Höhe von rund 43 Mio. Euro notwendig, schilderte Edlinger-Ploder. Sie sei "froh, eine qualitätsvolle und kostengünstige Lösung für den Grazer Raum zu finden und keinen der Partner im Krankenversorgungsbereich zu verlieren." Durch die Einbindung der Ordensspitäler werde die Akutversorgung weiter gehen als bisher. Die Eckpunkte habe man bereits mit den Betreibern fixieren können, die konkreten Vereinbarungen sollen in den nächsten Wochen geschlossen werden.

Regionaler Strukturplan führt zur Verringerung der Bettenzahl

"Wir haben uns seit zwei Jahren darauf eingestellt, dass der Regionale Strukturplan eine starke Reduzierung der Betten bedeuten wird. Dennoch sehen wir mit Wehmut, dass wir Eggenberg als Krankenhaus aufgeben müssen", so Adolf Inzinger, Gesamtleiter der Österreichischen Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder. Mit den Um- und Ausbauarbeiten soll Anfang 2015 begonnen werden. Mit 2018 werden die beiden Standorte im vergrößerten Komplex in der Innenstadt zusammengelegt, wo dann 353 statt der bisherigen 215 Betten zur Verfügung stehen, so Inzinger. Bis dahin bleibe Eggenberg (dzt. 260 Betten) als vollständiger Anbieter der bisherigen Gesundheitsdienstleistungen erhalten. Was mit dem Standort im Westen von Graz geplant ist, sei "zum jetzigen Zeitpunkt nicht endgültig geklärt". Möglicherweise könnte er für "Projekte aus dem Behindertenbereich" herangezogen werden.

Straffung der steirischen Spitalsstruktur

Der im April 2011 von der steirischen Gesundheitsplattform beschlossene "Regionale Strukturplan Gesundheit (RSG)" soll mit Verlagerung und Schließung von Häusern bzw. Einheiten sowie einer Bettenreduktion für eine Straffung der steirischen Spitalstruktur sorgen. U.a. soll der Bettenstand bis 2020 auf 6.176 sinken, was einer Reduktion um 782 Betten in der gesamten Steiermark und um 402 im Großraum Graz gleichkommt. Die für 2014 geplante Übernahme des LKH Graz-West durch die Barmherzigen Brüder, die aus dem benachbarten, sanierungsbedürftigen Haus übersiedelt wären, hätte einen der Kernpunkte der Reform gebildet. Dieser Plan wurde jedoch vonseiten der Landesregierung Ende März wieder abgeblasen: Gegen das Vorhaben hatte es massive Proteste von Belegschaft und Bevölkerung gegeben.

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