zur Navigation zum Inhalt
© SeneCura
SeneCura Geschäftsführer Prof. Rudolf Öhlinger und Studienleiterin Mag. Evelyn Junge von meinungsraum.at präsentieren die Studie „Die Sorgen der Alten“. Stefanie Starz/www.starz.at
 
Leben 24. Juni 2013

Die Sorgen der Alten

SeneCura-Studie: Ältere Generation schwer besorgt um die Gesundheit, ihre finanzielle Situation und die Zukunft unserer Jugendlichen.

Die ältere Generation blickt sorgenvoll in die nähere Zukunft. Die Studie „Die Sorgen der Alten“ von Österreichs größtem privaten Pflegeheimbetreiber SeneCura in Kooperation mit meinungsraum.at zeigt: Die größte Angst gilt dem Thema Gesundheit. – sei es der eigenen oder der des näheren Umfeldes. Auf Platz zwei der persönlichen Sorgen steht Finanzielles.

Waren im Jahr 1990 noch 15 Prozent der Bevölkerung über 60, sind es heuer schon 18 Prozent und sollen es 2030 schon 24 Prozent sein. „Dass sich die Altersstruktur in Österreich immer mehr zu den älteren Menschen hin verschiebt, ist keine Neuigkeit mehr“, so Prof. Rudolf Öhlinger, Geschäftsführer von SeneCura, Österreichs größtem privaten Pflegeheimbetreiber. „Neu ist, dass langsam erkannt wird, wie wichtig die Alten für unsere Gesellschaft sind: Sie entscheiden, verwalten, konsumieren und reflektieren. Grund genug also, einmal genauer hinzuhören – schließlich kann und sollte man von den Älteren lernen – das gilt vor allem für die Politik.“ Im Rahmen einer repräsentativen Umfrage mit 500 Österreicherinnen und Österreichern wurden in Kooperation mit meinungsraum.at die Sorgen der Bevölkerung ab 65 in persönlichen, telefonischen Interviews erhoben.

Größte Sorge: die Gesundheit

Die Angst um die Gesundheit von sich selbst und anderen sowie das Gesundheitssystem im Allgemeinen ist das Thema, das älteren Menschen am meisten zu schaffen macht – durchschnittlich 37 Prozent nennen dieses als erste Sorge, die ihnen spontan durch den Kopf geht. In der Gruppe der über 80-Jährigen steigt dieser Wert sogar auf 42 Prozent an.

Relativ weit abgeschlagen an zweiter Stelle befindet sich Finanzielles, das von 14 Prozent als größte Sorge genannt wurde. Was die Hochbetagten (80+) anbelangt, zeichnet sich ein umgekehrter Trend ab – finanzielle Sorgen nehmen nämlich mit dem Alter ab: Nur mehr rund jede Zehnte ab 80 beschäftigen diese. „Die Studie hat nur Menschen befragt, die noch nicht in Pflegeheimen leben“, so Pflege-Experte Öhlinger. „Aus meinen zahlreichen Gesprächen mit Bewohnern in den SeneCura Häusern kann ich sagen: Die Situation ist ähnlich, das Thema Gesundheit spielt im Alter immer eine große Rolle. Sorgen, die aus Einsamkeit oder Angst vor der Pflegebedürftigkeit entstehen, sind in den eigenen vier Wänden jedoch deutlicher ausgeprägt – die Betreuung im Heim und die Gesellschaft von Personal, Ehrenamtlichen und MitbewohnerInnen sorgen für Geborgenheit und Sicherheit.“

Düstere Zukunft: Jugend, Arbeitslosigkeit, Kriminalität

Bei der Frage nach den Sorgen Österreichs Zukunft betreffend haben sich drei Themen herauskristallisiert: die Zukunft der Jugend (76 Prozent), die vorherrschende Arbeitslosigkeit (76 Prozent) sowie die steigende Kriminalität (75 Prozent). Aber auch Themen wie Umweltverschmutzung (71 Prozent), Armut (66 Prozent) und die politischen Entwicklungen (64 Prozent) stimmen die Senioren nicht zuversichtlich. „Dass sich die ältere Generation häufig durch Selbstlosigkeit und Bescheidenheit auszeichnet, ist unbestritten. Die Sorge um das Fortkommen der Jüngeren beschäftigt sie sehr“, so Öhlinger. „Die Generation der Großeltern und Urgroßeltern macht sich zudem Gedanken um das innenpolitische und konjunkturelle Umfeld.“ Die außenpolitische Sicherheit beschäftigt die ältere Generation hingegen weniger – fast 90 Prozent geben an, dass ihnen ein möglicher Krieg keine Angst macht. Auch dem Thema Bildung stehen die Senioren eher optimistisch gegenüber – zwei Drittel machen sich eher weniger bzw. gar keine Sorgen über dieses Thema.

Männer unbesorgter als Frauen

„Bemerkenswert ist, dass sich sowohl bei der Auswertung nach Geschlecht, als auch bei der Auswertung nach Altersgruppe, teils signifikante Unterschiede herausgestellt haben“, so Studienleiterin Mag. Evelyn Junge von meinungsraum.at. „So haben doppelt so viele ältere Herren Bedenken, was das politische System und die Wirtschaft angeht als die Damen. Diese hingegen sorgen sich doppelt so stark um die familiäre Situation und die nachkommende Generation. Außerdem lässt sich der Trend erkennen, dass sich Hochbetagte, also die Generation 80+, weniger Sorgen um eben dieses Thema macht.“ Allgemein lässt sich sagen, dass mit zunehmendem Alter häufiger persönliche Ängste, wie Einsamkeit, Pflegebedürftigkeit, etc. genannt wurden, wohingegen Senioren nach Pensionsantritt (65+) noch eher dazu neigen, sich um gesamtgesellschaftliche Themen wie z.B. Politik zu sorgen. Zusätzlich hat sich herausgestellt, dass die männlichen Senioren unbekümmerter durch das Leben gehen als die Seniorinnen – während 9 Prozent der befragten Damen angaben, gar keine Sorgen zu haben, waren es bei den Herren mit 17 Prozent fast doppelt so viele Unbesorgte.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben