zur Navigation zum Inhalt
Foto: Privat
Franz Bittner, Patientenombudsmann der Ärztekammer Wien
 
Leben 24. Juni 2013

Franz Bittner ist neuer Patientenombudsmann in Wien

Erstmals Direktwahl durch die Patienten.

Der neue Patientenombudsmann in Wien heißt Franz
Bittner. Er konnte sich mit 6.974 Stimmen (47,03 Prozent) gegen seine
Konkurrenten Josef Kandlhofer (6.804, 45,88 Prozent) und Andrea
Schwarz-Hausmann (1.051, 7,09 Prozent) durchsetzen.

 

Insgesamt haben 14.829 Patientinnen und Patienten ihre Stimme abgegeben. Die Amtszeit des neuen Patientenombudsmanns beträgt fünf Jahre.

Bittner wird voraussichtlich Anfang September seine Tätigkeit
aufnehmen. Zu seinen Aufgaben wird die Behandlung von Beschwerden von ersonen oder deren Angehörigen über Ärztinnen und Ärzte, die
Aufklärung von Mängeln oder Missständen, insbesondere in Zusammenhang mit der ärztlichen Versorgung der Wiener Bevölkerung, die Erteilung von Auskünften gegenüber Patienten sowie Ärztinnen und Ärzten, die Prüfung von Anregungen sowie die Abgabe von Empfehlungen, insbesondere gegenüber den Organen der Ärztekammer, gehören.

Wichtiger Beitrag im Verständnis zwischen Arzt und Patient

 

Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres zeigte sich erfreut über die erfolgreiche Wahl des neuen Patientenombudsmanns sowie das große Interesse in der Bevölkerung an der neuen Position. "Uns war es wichtig, dass die Patienten selbst bestimmen können, wer ihre Interessen vertritt." Szekeres ist überzeugt, dass die Arbeit des Patientenombudsmanns "einen wichtigen Beitrag im Verständnis Arzt-Patient und damit für die Qualität des Wiener Gesundheitswesens" darstellt.

Ausdrücklich gewünscht wird von ihm die Zusammenarbeit mit der Wiener Patientenanwaltschaft und weiteren gesetzlichen beruflichen Vertretungen. "Uns geht es um die optimale Hilfestellung für unsere Patienten", so Szekeres, der auch darauf hinweist, dass die von der Politik bestellten Patientenanwälte primär für den Spitalsbereich zuständig seien und nur wenig Durchgriffshoheit im niedergelassenen Bereich hätten. "Wir als Ärztekammer haben im Gegensatz dazu die Durchgriffshoheit gegenüber unseren niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen."

Gerade die Patientenanwälte hätten sich in der Vergangenheit immer wieder über ihre fehlende Durchgriffshoheit im niedergelassenen Bereich beklagt. Szekeres: "Solange es ein Modell wie nun in Wien gibt, ist uns eine gute Zusammenarbeit zwischen Patientenanwaltschaft und Patientenombudsmann sehr wichtig."

Bittner: "Wahlergebnis gibt Kraft für zukünftige Arbeit"

Der neue Wiener Patientenombudsmann, Franz Bittner, erklärte in einer ersten Stellungnahme, dass ihm das Wahlergebnis Kraft gebe für seine zukünftige Arbeit im Sinne der ratsuchenden Patientinnen und Patienten. Seinen beiden Mitbewerbern erwies Bittner "großen Respekt für ihre Fairness und ihre fachliche Kompetenz".

Ihn freue es, dass so viele Menschen ihm die Stimme und das Vertrauen in seine Person zum neu geschaffenen Wiener Patientenombudsmann gegeben hätten. "Auch möchte ich mich bei allen Freunden und Organisationen bedanken, die zu meiner Wahl aufgerufen und viele Menschen animiert haben, mich zu wählen." Dies beweise, dass seine vergangene Tätigkeit im Gesundheitswesen von vielen Menschen geschätzt werde und in dieser Wahl gewürdigt worden sei.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben