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© Medizinische Universität Innsbruck
Professor Wolfgang Franz und Rektor Professor Herbert Lochs unterzeichnen den Vertrag.
 
Leben 4. Juni 2013

Herzspezialist aus München wechselt nach Innsbruck

Mit 1. Juli wird Univ.-Prof. Dr. Wolfgang-Michael Franz die Leitung der Innsbrucker Universitätsklinik für Innere Medizin III übernehmen.

Der langjährige, invasiv tätige Oberarzt vom Klinikum Grosshadern verfügt über das gesamte Spektrum der modernen interventionellen Kardiologie und ist ein anerkannter Forscher.

Prof. Franz wird in große Fußstapfen treten: Er wird Nachfolger des langjährigen Klinikdirektors Univ.-Prof. Dr. Otmar Pachinger, der maßgeblich zur Etablierung des kardiovaskulären Schwerpunktes an der Medizinischen Universität Innsbruck und deren internationalen Reputation beigetragen hat. Diese Arbeit möchte Prof. Franz fortsetzen und die Univ.- Klinik für Innere Medizin III entsprechend weiterentwickeln und strukturieren.

Bisher fungierte der gebürtige Münchner als leitender Oberarzt der Medizinischen Klinik und Poliklinik I in München. Er führte die Intensivstation mit Schwerpunkt Kardiologie, Pulmologie, Nephrologie und baute eine Intermediate Care Station mit Chest Pain Unit auf.

Über eine ebenfalls gute Expertise verfügt der Kardiologe, der auf Toppublikationen im „Lancet“ oder „Journal of the American College of Cardiology“ verweisen kann, in der Forschung.

Wissenschaft auf hohem Niveau fortsetzen

Seit 2001 leitet Prof. Franz die Arbeitsgruppe „Molekulare Kardiologie, Gen- und Stammzelltherapie“. „Wir beschäftigen uns mit den Gebieten der kardiovaskulären Entwicklung, Molekularen Bildgebung, Regeneration und Alterung. Unser Ziel ist es, unter anderem translationale Ansätze für biologische Schrittmacher und zur Therapie der ischämischen Kardiomyopathie zu etablieren“, erklärt Prof. Franz. Seiner Arbeitsgruppe ist es erstmalig gelungen, grundlegende Prozesse der Herzentwicklung auf molekularer Ebene zu entschlüsseln. Die Ergebnisse wurden 2008 von „Nature Cell Biology“ veröffentlicht. Seine Expertise in der Experimentellen Kardiologie will Prof. Franz auch in Innsbruck einbringen und in Zusammenarbeit mit dem Biozentrum der Medizinischen Universität Innsbruck entsprechende präklinische Modelle entwickeln. „Ziel sollte es sein, die Regeneration des Herzmuskelgewebes nach einem Infarkt oder bei Herzinsuffizienz zu verbessern“, meint der Experte, der auf Auslandsaufenthalte in Brasilien (Porto Allegre, Rio de Janeiro), Südafrika (Johannesburg), San Diego (University of California) und Frankreich (Villejuif) verweisen kann.

Kontinuität und Kooperation sind sein Motto

Prof. Franz freut sich auf seine neue Aufgabe in Innsbruck. Besonders am Herzen liegt ihm, die Kardiologie im Kontext mit anderen Teilgebieten der Inneren Medizin zu sehen und das Verbindende zu pflegen. „Ich denke hier an die Intensivierung von Rotationsmöglichkeiten, gemeinsame Fortbildungen und eine enge Kooperation mit anderen Internen Abteilungen im stationären wie auch ambulanten Bereich“, betont Prof. Franz.

Auch fächerübergreifend wird sich der Mediziner mit großem Engagement einbringen können: Bau und Planung der Ausstattung des interdisziplinären Herzzentrums Innsbrucks gehen in die letzte Phase. Die neue Einrichtung soll 2015 eröffnet werden. Damit bleibt Prof. Franz noch genügend Zeit, Fragen der finalen Gestaltung mitzuentscheiden.

„Last, but not least“ ist es Prof. Franz ein besonderes Anliegen, die von seinem Vorgänger initiierte Kardiologie Tagung im März jedes Jahres weiterzuführen. Diese Veranstaltung, die weit über die Grenzen von Österreich hinaus zu einem Fixpunkt für kardiologisch interessierte Ärzte geworden ist, soll weiterhin die Handschrift von Professor Pachinger tragen.

Prof. Franz: „Er hat mir seine Unterstützung für die Ausrichtung angeboten, und da wir uns gut verstehen, habe ich dieses Angebot gerne angenommen“.

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