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Unterseite des Wachsmodell eines Gehirns mit seinen Gefäßen, Hirnnerven und den Augen.
Anatomisches Wachsmodell im Wiener Josephinum: Unterseite des Gehirns mit seinen Gefäßen, Hirnnerven und den Augen.
 
Leben 23. Mai 2013

Amazing Models

Faszination Anatomie: Anatomische Modelle in Europäischen Perspektiven im Wiener Josephinum.


Von 24. Mai bis 26. Oktober 2013 präsentiert die Medizinische Universität Wien im Josephinum einzigartige historische Anatomiemodelle aus Wien, Leiden und Bologna. "Amazing Models" zeigen, wie der menschliche Körper in Europa kulturell und wissenschaftlich entdeckt wurde.


Auf Packeseln wurden in den Jahren 1784-1786 knapp 1200 kunstvoll gefertigte anatomische Wachsmodelle von Florenz nach Wien transportiert. Kaiser Joseph II hatte sie dort als Lehrmodelle für die Ausbildung in der medizinisch-chirurgischen Militärakademie - dem "Josephinum" - in Auftrag gegeben. Heute zählt diese Sammlung zu den medizinhistorischen Juwelen weltweit und bildet das Herzstück des Josephinum - Sammlungen der Medizinischen Universität Wien.

Europäische Kultur- und Wissenschaftsgeschichte

Gemeinsam mit dem Museum Boerhaave in Leiden und dem Museo delle Cere Anatomiche "Luigi Cattaneo" in Bologna zeigt das Josephinum nun eine Sonderausstellung, die anatomische Modelle aus Wien, Leiden und Bologna aus der Perspektive der europäischen Kultur- und Wissenschaftsgeschichte präsentiert. Die drei Städte waren über viele Jahrhunderte hinweg durch ihre Universitäten Zentren medizinischer Exzellenz und standen in intensivem wissenschaftlichen Austausch miteinander und in vielfältigen künstlerischen und wirtschaftlichen Wechselbeziehungen.

Anatomische Modelle spielen seit Jahrhunderten eine wesentliche Rolle in der Verbreitung von medizinischem Wissen. Sie erzählen von der Angst und Hoffnungslosigkeit kranker Menschen und von der Entdeckung des menschlichen Körpers, der heute wie damals Medizin, Kunst und Wissenschaft interessiert und fasziniert. Gleichzeitig sind sie ein historisch bedeutsamer Berührungspunkt von Wissenschaft und Kunst. Untrennbar verbunden mit regionaler, wissenschaftlicher und kultureller Identität sind die "Amazing Models" ein hervorragendes Beispiel für die traditionell intensive Verbindung der kulturellen und wissenschaftlichen Zentren Europas.

"Amazing Models" läuten im Josephinum eine neue Ära ein

Für Christiane Druml, Vizerektorin der MedUni Wien, ist die Ausstellung auch aus einem anderen Grund besonders wichtig: "Mit 'Amazing Models' läutet das Josephinum eine neue Ära ein. Wir wollen die hier befindlichen medizinhistorischen Schätze in Zukunft aktiver und attraktiver als bisher präsentieren und dieses reiche kulturelle Erbe zum Leben erwecken." Neben den anatomischen Wachsmodellen beherbergt das Josephinum beispielsweise Sammlungen medizinischer Instrumente und Bibliotheken mit einem Bestand, der bis ins 15. Jahrhundert zurück reicht.

Die gemeinsame Ausstellung von Josephinum (Wien), Museum Boerhaave (Leiden/Niederlande) und Museo delle Cere Anatomiche "Luigi Cattaneo" (Bologna/Italien) wird vom Europäischen Kulturprogramm der EU gefördert.



Amazing Models - Anatomische Modelle in Europäischen Perspektiven Geöffnet von 24. Mai bis 26. Oktober 2013; Freitag, Samstag jeweils von 10 - 18 Uhr; Josephinum - Sammlungen der Medizinischen Universität Wien, Währingerstraße 25, 1090 Wien

Eintritt & Führungen:

Erwachsene 4,- Euro, Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre gratis Ermäßigter Eintritt 2,- Euro (für Studierende, Präsenz-, Zivildiener, Senioren)

Führungen (3,- /Person) nach Voranmeldung unter 01/40160-26001 oder

www.josephinum.meduniwien.ac.at

www.amazingmodels.org

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