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Leben 22. Mai 2013

90-Jahr-Jubiläum in Salzburg

Krankenhaus Barmherzige Brüder Salzburg: Seit 90 Jahren im Dienste der Hospitalität.


Am 26. Mai 1923 wurde das ehemalige Truppenspital am Kajetanerplatz an die Barmherzigen Brüder übergeben. Heute ist die Einrichtung nach großangelegten Umbau- und Renovierungsarbeiten ein top-modernes Krankenhaus mit 235 Betten.


Die Feier anlässlich des Jahrestages findet am 23. Mai ab 11 Uhr in einem Festzelt am Kajetanerplatz statt. Erzbischof Alois Kothgasser feiert gemeinsam mit Brüdern, Mitarbeitern und Festgästen einen Dankgottesdienst. Am Nachmittag finden Führungen durch das neu renovierte Krankenhaus und die zum Spital gehörende Kajetanerkirche aus dem 18. Jhdt. statt. Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Salzburg ist ein allg.-öffentl. Krankenhaus und steht allen PatientInnen unabhängig von ihrer finanziellen Situation, Religion oder Herkunft offen.

Top-modernes Krankenhaus

Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Salzburg ist heute ein top-modernes Krankenhaus mit 235 Betten. Jährlich werden mehr als 22.000 ambulante Behandlungen durchgeführt. Insgesamt kümmern sich drei Ordensbrüder, 100 ÄrztInnen und 220 Pflegepersonen in sieben Abteilungen (Innere Medizin, Chirurgie, Urologie, Gynäkologie, Anästhesie und Intensivmedizin, Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Medizin sowie Radiologie und Nuklearmedizin) um das Wohl der PatientInnen. Dazu kommen noch einmal 80 weitere MitarbeiterInnen aus den Bereichen Verwaltung, Haustechnik etc. Das Brüderkrankenhaus steht für hohe medizinische Kompetenz auch weit über die Grenzen von Salzburg hinaus.

Wechselvolle Geschichte

Bereits 1617 wirkten die "Brüder" auf der sogenannten "Gstättn" im Dienste der Armen. Fürsterzbischof Markus Sittikus hatte ihnen am linken Salzach-Ufer ein Krankenhaus mit 14 Betten und einer eigenen Apotheke überlassen. Dort kümmerten sich neun Ordensbrüder um bedürftige Kranke. Das Haus war allerdings nur wenige Jahre in Betrieb. Warum die Brüder Salzburg wieder verlassen haben, ist nicht bekannt.

Die Wiederkehr fand erst 1923 statt, als die Brüder die ehemalige "Heilanstalt für Kriegsbeschädigte" - im Volksmund "Truppenspital" - treuhänderisch übernahmen. Vier Jahre später konnte mit der Bundeskrankenkasse ein Finanzierungsvertrag erzielt werden. Im zweiten Weltkrieg wurde aus dem Spital ein Reservelazarett, die Brüder verloren ihre Entscheidungskompetenz. Außerdem wurde ein Teil des Krankenhauses bei einem Fliegerangriff zerstört. Erst 1951 konnte das Spital mit den Brüdern als Hausherren wieder eröffnet werden.

In den 1950er Jahren kam es zu einem ersten Ausbau. Weitere Sanierungen folgten in den Jahren 1990 bis 2000 und von 2004 bis 2012. Im Zuge der letzten Um- und Neubauprozesse wurde eine Tiefgarage errichtet, die den Kajetanerplatz heute autofrei macht. Seit 2010 gibt es mit Arno Buchacher erstmals einen weltlichen Gesamtleiter.

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