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Leben 2. April 2013

Grünflächen machen glücklich

Eine Untersuchung zeigt, dass kleine Naturoasen in Städten bei Menschen zu weniger Stress und mehr Zufriedenheit führt.

Parks, Gärten und grüne Bereiche in städtischen Gebieten können das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Menschen verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt die University of Exeter. Die Analyse von 5.000 britischen Haushalten über einen Zeitraum von 17 Jahren hat ergeben, dass mehr Grün positive Auswirkungen hat. Diese Erkenntnis könnte Stadtplanern helfen und Auswirkungen auf die Gesellschaft haben.

Die Wissenschaftler werteten die Daten einer nationalen Umfrage aus, für die rund 10.000 Erwachsene zwischen 1991 und 2008 begleitet wurden, als sie immer wieder umzogen. Die Teilnehmer wurden ersucht, ihre psychische Gesundheit in diesem Zeitraum zu beurteilen, um den Auswirkungen von mehr Grünflächen auf die Spur zu kommen.

Mathew White und seine Kollegen vom European Centre for the Environment and Human Health in Truro, Cornwall, Großbritannien, erhielten weniger Berichte über psychischen Stress und mehr über eine höhere Lebenszufriedenheit, wenn die Menschen in einer Umgebung mit mehr Pflanzen lebten. Dieser Effekt blieb auch dann noch bestehen, als Faktoren wie Veränderungen des Einkommens, der Arbeitsstelle, des Familienstandes, der psychischen Gesundheit und der Art des Wohnens berücksichtigt wurden.

White verglich das Leben in einem grüneren Umfeld mit den großen Ereignissen im Leben wie einer Heirat. „Es hat sich gezeigt, dass das Leben in der Stadt in einem Bereich, der relativ grün ist, eine deutlich positive Auswirkung auf das Wohlbefinden hat. Dieser Effekt entspricht in etwa einem Drittel des Einflusses einer Ehe“, so der Wissenschaftler. Dies entspricht in etwa auch einem Zehntel der Auswirkungen, die das Vorhandensein eines Jobs oder sein Verlust haben kann.

Gesellschaftliche Auswirkung

Auch als andere Faktoren, die zur Lebenszufriedenheit beitragen, berücksichtigt wurden, hatte das Leben in einem grüneren Umfeld deutliche Auswirkungen. Die Folgen können laut White für die einzelne Person vielleicht nur gering sein. Für die ganze Gesellschaft können sie jedoch große Veränderungen haben. „Diese Studie könnte für Psychologen, die öffentliche Gesundheit und Stadtplaner von Wichtigkeit sein, die mehr über die Auswirkungen der Urbanisierung auf die Gesundheit der Bevölkerung und ihr Wohlbefinden wissen wollten“, unterstreicht White abschließend.

Quelle: http://www.exeter.ac.uk/  

Details zur Studie wurden im Psychological Science (http://pss.sagepub.com) veröffentlicht.

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