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Leben 25. April 2013

Ötzi hatte schlechte Zähne

Ähnlich wie heutige Menschen plagten den „Gletschermann“ vor mehr als 5.000 Jahren Karies und Parodontitis. Und nicht nur das.

Offenbar war einer seiner Frontzähne – vermutlich unfallbedingt – abgestorben, wie Forscher vom Zentrum für Evolutionäre Medizin (ZEM) der Universität Zürich jetzt nachweisen konnten.

Parodontitis nachgewiesen

„Ötzi“ zeige „erstaunlicherweise zahlreiche, auch heutzutage noch weit verbreitete Erkrankungen an den Zähnen,“ erklärte Studienleiter Professor Frank Rühli zu den kürzlich veröffentlichten Ergebnissen. Sie sind im „European Journal of Oral Sciences“ publiziert. Dreidimensionale Rekonstruktionen von Gebiss und Mundhöhle zeigen demnach, wie sehr der „Eismann“ unter einer fortgeschrittenen Parodontitis litt.

„Ötzi“ gilt als älteste Feuchtmumie der Welt. Seit ihrer Entdeckung im Jahre 1991 in den Ötztaler Alpen (Südtirol) haben unzählige wissenschaftliche Untersuchungen stattgefunden.

Quelle: www.zm-online.de  

 

Literatur: Roger Seiler, Andrew Spielman, Albert Zink, Frank Rühli:  Oral pathologies of the Neolithic Iceman, c.3,300 BC

Article first published online: 9 APR 2013
DOI: 10.1111/eos.12037
© 2013 Eur J Oral Sci

zm-online.de, Zahnarzt 5/2013

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