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Leben 15. April 2013

Allergien: Wie hoch ist Ihr persönlicher Risikowert?

Allergie-Risiko-Check in Wiener Apotheken. 

Eine Allergie sollte man keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Sie verschlechtert nämlich nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen, sondern kann unbehandelt auch zu allergischem Asthma führen. Im Rahmen eines kostenlosen Allergie-Risiko-Checks machen die Wiener Apothekerinnen und Apotheker in Kooperation mit der Österreichischen Lungenunion auf das Allergierisiko aufmerksam und berechnen in der Apotheke einfach und rasch den persönlichen Risikowert.

 

Die 113 Millionen Allergiker in Europa kennen das Problem. Die Pollen beginnen zu fliegen und die Nase läuft, die Augen jucken und es kommt zu Niesanfällen. Was relativ harmlos klingt, ist aber ganz und gar nicht zu unterschätzen. Zum einen beeinträchtigt eine Allergie die Lebensqualität und den Alltag der Betroffenen sehr stark - sei es im Beruf oder in der Schule, beim Sport oder sonstigen Freizeitaktivitäten. Zum anderen ist eine allergische Rhinitis (allergischer Schnupfen) ein Risikofaktor für die spätere Entstehung von Asthma. Dennoch wird eine Allergie häufig ignoriert und nicht adäquat behandelt. Mehr noch: Bei schätzungsweise 45 Prozent der Patienten wird keine Diagnose erstellt.

Allergie-Risiko-Check in den Apotheken: einfach und schnell Um die Menschen auf das Risiko, das von einer Allergie ausgeht, aufmerksam zu machen, führen die Wiener Apotheken gemeinsam mit der Österreichischen Lungenunion noch bis 8. Juni eine Früherkennungs-Aktion durch. "In der Apotheke werden Patienten mit allergischen Symptomen von der Apothekerin, dem Apotheker angesprochen und auf ein mögliches Allergie-Risiko hingewiesen. Gemeinsam mit dem Patienten füllt die Apothekerin, der Apotheker einen international anerkannten Screening-Fragebogen aus und berechnet den individuellen Allergierisiko-Wert. Danach weiß der Patient, ob es sich bei den Beschwerden um eine Allergie handeln könnte", erklärt Mag. pharm. Andrea Vlasek, Präsidentin der Apothekerkammer Wien, den Ablauf der Aktion. Ergibt der Fragebogen ein erhöhtes Risiko für eine Allergie, wird dem Patienten eine ärztliche Abklärung empfohlen.

"Ziel der Aktion ist es, die Menschen für das Thema zu sensibilisieren. Allergien dürfen nicht als harmlose Erkrankung abgetan oder ignoriert werden. Die Apotheke ist dafür der ideale Partner, denn die Apothekerinnen und Apotheker spielen bei der Versorgung der Patienten eine zentrale Rolle - von der Erkennung der Symptome bis hin zur optimal abgestimmten Therapie", stellt Dr. Sepp Rieder, Präsident der Lungenunion, fest.

Statistische Daten für den World Allergy Congress

Der Fragebogen dient aber nicht nur zur Abklärung des persönlichen Allergierisikos, sondern auch für die Gewinnung statistischer Daten. "Die Ergebnisse des Allergie-Risiko-Checks werden auch statistisch erhoben und im Rahmen des internationalen World Allergy Congress, der im Juni in Mailand stattfindet, präsentiert", so Mag. pharm. Viktor Hafner, Vizepräsident der Apothekerkammer Wien. "Die Daten sollen vor allem darüber Aufschluss geben, wie viele Personen ein erhöhtes Allergierisiko haben, aber bisher noch keiner Diagnose zugeführt wurden."

Die Rolle der Apotheke

Die Apotheke ist häufig der erste Ansprechpartner bei allergischen Erkrankungen. Viele Patienten erkennen ihre Erkrankung nicht oder möchten die Beschwerden mittels Selbstmedikation behandeln. Die Apothekerinnen und Apotheker in Wien beraten ihre Kunden und helfen bei der Erkennung allergischer Symptome und kümmern sich um die Linderung der Beschwerden und die optimale Therapie.

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