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Leben 12. April 2013

Über eine Sammlung historischer Keratotome an der I. Universitäts-Augenklinik in Wien

Museale und geschichtliche Aspekte bei der Katalogisierung der Sammlung und Bemerkungen zur Entwicklung der Karatotome aus klinischer Sicht.

An der 1. Universitäts-Augenklinik in Wien, die dank ihres langen Bestehens1 über verschiedenartige Sammlungen aus der Frühzeit der neuzeitlichen Augenheilkunde verfügt, werden etwa 700 augenärztliche Operationsinstrumente aus dem 18. und 19. Jahrhundert aufbewahrt, deren Katalogisierung kürzlich in Angriff genommen wurde. Da die direkt greifbaren Unterlagen für die einwandfreie Benennung vieler Instrumente nicht ausreichten, wurde begonnen, alle Objekte dieser Sammlung systematisch zu identifizieren.


Der vorliegende Bericht beschränkt sich zunächst auf solche Instrumente, die mit einer Klinge ausgestattet und für die Durchtrennung der Hornhaut, in erster Linie für die Ausführung des Starschnittes bestimmt sind. Dabei handelt es sich um Messer, Lanzen (=Keratome) und mit einer Mechanik ausgestattete Klingen, während Scheren und Trepane nicht berücksichtigt worden sind. In ihrer Gesamtheit werden diese Instrumente hier mit einer jetzt nicht mehr gebräuchlichen Bezeichnung als „Keratotome“ benannt. Die Keratotome wurden deshalb aus der umfangreichen Wiener Instrumentensammlung herausgegriffen, weil sie mit 45 Modellen bzw. 160 Einzelstücken in dieser besonders zahlreich vertreten und z. T. geradezu modern geformt auch heute noch für den Starschnitt verwendbar sind.


Um die Identifizierung der Instrumente möglichst genau durchzuführen, ist versucht worden, neben den Bezeichnungen der verschiedenen Modelle auch alle weiteren wissenswerten Einzelheiten zusammenzutragen, soweit diese noch ausgeforscht werden konnten.

Original paper:

Wolfgang Funder: Über eine Sammlung historischer Keratotome an der I. Universitäts-Augenklinik in Wien. Pergamon Press, Clio Medica 4, pp. 251–275 (1969)

Nachdruck mit freundlicher Genehmigung von Editions Rodopi BV, The Netherlands.

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