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Leben 1. Februar 2013

25 Jahre GAMED - Wiener Internationale Akademie für Ganzheitsmedizin

Kompetenter Partner für PatientInnen, ÄrztInnen, Wirtschaft und Behörden.

 
Bereits 70 bis 80 Prozent der österreichischen Bevölkerung bevorzugen eine Kombination aus Schul- und Komplementärmedizin. Sie wünschen sich von ganzheitsmedizinisch kompetenten ÄrztInnen sowohl in der Gesundheitsvorsorge als auch im Krankheitsfall über die individuell wirksamsten Präventionsmaßnahmen bzw. Behandlungsstrategien - seien es Einzeltherapien oder Kombinationen aus Schul- und Komplementärmedizin - beraten, begleitet und behandelt zu werden. In diesem wichtigen Anliegen wird die Bevölkerung seit 25 Jahren durch die "GAMED - Wiener Internationale Akademie für Ganzheitsmedizin" mit einer Vielzahl von Aktivitäten unterstützt.



Eines der langfristigen Ziele der GAMED ist eine fundierte ganzheitsmedizinische Versorgung für die gesamte Bevölkerung. Konkretes Konzept: Jeder Mensch in Österreich sollte sich bei Bedarf an eine Ärztin/einen Arzt mit ganzheitsmedizinischer Ausbildung wenden können, die/der neben der klassischen Schulmedizin auch ein breites Spektrum an komplementärmedizinischen Methoden beherrscht. Die individuellen körperlichen, seelischen und sozialen Bedürfnisse des Menschen in ihrer komplexen "Ganzheit" werden in der Diagnose und Therapiewahl oder auch im Sinne einer effektiven Gesundheitsprävention berücksichtigt. Ziel der Ganzheitsmedizin - zunehmend auch als Integrative Medizin bezeichnet - ist es also, jedem Menschen "von allem das Beste" aus dem gesamten Spektrum der komplementär- und schulmedizinischen Methoden anzubieten.

Steigendes Bewusstsein für Ganzheitsmedizin

Um diese Vision in die Realität umzusetzen, wurde und wird von der im Jahre 1988 durch den Amtsführenden Wiener Stadtrat für Gesundheit und Soziales, Prof. Dr. Dr. h.c. Alois Stacher, gegründeten GAMED - die am 14. Februar 2013 ihr 25-jähriges Bestehen feiert - eine Vielzahl an Aktivitäten verfolgt. Dank dieser Beharrlichkeit in Kombination mit hoher Fachexpertise wurde bereits eine Reihe wichtiger Etappenziele erreicht - es war jedoch ein langer und arbeitsintensiver, manchmal auch hürdenreicher Weg. Denn vor einem Vierteljahrhundert war es um das Ansehen traditioneller Heilverfahren schlecht bestellt. Sie wurden durch die rasanten Entwicklungen der Schulmedizin schlichtweg in den Schatten gestellt, vielfach belächelt oder vergessen - zu Unrecht, wie sich im Laufe der Zeit vielfach herausstellte. Mittlerweile wird - nicht zuletzt dank der GAMED - zunehmend anerkannt, dass die moderne Schulmedizin die Erfahrungsmedizin nicht ersetzen kann und soll, sondern dass eine fachkundige Kombination mit komplementärmedizinischen Methoden für die Menschen den größten Nutzen bietet.

Kompetenzzentrum für Ganzheitsmedizin

"Die GAMED hat dafür gesorgt, dass Integrative Medizin in das Bewusstsein der MedizinerInnen, der Verantwortlichen in Gesundheitskreisen sowie der Bevölkerung gelangt und bleibt, und zwar unabhängig von der Bindung an Einzelmethoden", betont GAMED-Präsident a.o. Prof. Dr. Wolfgang Marktl. Gelungen ist dies unter anderem durch das stetige Bemühen, den Dialog zwischen Schul- und Komplementärmedizin zu forcieren - also eine Brückenfunktion einzunehmen. Zu den Tätigkeitsschwerpunkten der GAMED zählen zudem die Organisation internationaler Kongresse, fundierte Aus-, Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen für Ärzte auf akademischem Niveau, die Konzeption und Durchführung von Forschungsprojekten sowie die Erstellung von Publikationen und Gutachten zu ganzheitsmedizinischen Themenkomplexen. Weiters bietet die GAMED fachliche Beratung. "Hier hat sich die GAMED zunehmend als wichtige Kooperationsdrehscheibe und seriöser Partner für Behörden im Gesundheitswesen, für Wissenschaftler, Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen etabliert", erklärt Marktl.

Für die Beratung und Betreuung von PatientInnen verweist der Experte auf die Kooperation der GAMED mit dem Zentrum für Integrative Medizin (ZIM) der Therme Wien Med in Wien-Oberlaa. "Dieses verfügt über ein Team von ganzheitlich ausgebildeten Ärzten aus verschiedenen Fachrichtungen, wobei im Mittelpunkt immer der Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen und Besonderheiten steht", erklärt Dr. Gerhard Hubmann, Vizepräsident der GAMED sowie Koordinator und Leiter des Zentrums für Integrative Medizin.

Visionen für das nächste Jahrzehnt

In den kommenden Jahren will sich die GAMED noch stärker als Kompetenzzentrum für Ganzheitsmedizin etablieren. Dazu gehören unter anderem der weitere Ausbau der bereits exzellenten internationalen Vernetzung sowie eine Forcierung wissenschaftlicher Aktivitäten. Zudem wird an der Einrichtung eines Master-Studiums "Integrative Medizin" gearbeitet. Damit sollen ÄrztInnen zu ganzheitsmedizinischen ExpertInnen geschult werden, die PatientInnen kompetent durch den medizinischen "Angebotsdschungel" führen. Darüber hinaus will sich die GAMED als Kompetenzpartner für betriebliches Gesundheitsmanagement weiter etablieren. Ein wichtiges Langzeitziel ist zudem, dass die Kostenerstattung der Sozialversicherungsträger zunehmend auch auf komplementärmedizinische Methoden ausgeweitet wird, damit alle Menschen die Vorteile ganzheitsmedizinischer Versorgung in Anspruch nehmen können.

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