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© Peter Atkins / fotolia.com
Einer Studie zufolge sollen Menschen, die Macht erhalten, Sachverhalte häufig nur noch schwarz oder weiß sehen.
 
Leben 3. Februar 2013

Macht führt zur Schwarz-weiß-Sicht

Menschen in überlegenen Positionen haben ein stärkeres Selbstbewusstsein und fühlen sich dadurch intelligent und stark.

Machtvolle Menschen unterscheiden klar zwischen richtig und falsch und bestrafen Übeltäter zudem strenger als diejenigen ohne Macht, wie eine US-Studie der University of Southern California (http://usc.edu) sowie der Stanford Graduate School of Business (http://gsb.stanford.edu ) herausgefunden hat.

Im Rahmen einer Untersuchung wurden für die Erhebung vier Experimente durchgeführt, in denen einigen Probanden Macht überschrieben wurde, indem sie unter anderem über die Belohnung und Bestrafung anderer entscheiden durften. Den Teilnehmern wurden mehrere Beispiele zu Gesetzesverstößen vorgestellt, wobei sich herausgestellt hat, dass die meisten diese entweder als moralisch oder unmoralisch bewerteten, jedoch nur die wenigsten mit „Es kommt darauf an“ antworteten. Die Forscher meinen, dass sobald jemand Macht erhält, er Sachverhalte häufig nur noch schwarz oder weiß sieht.

„Wer Macht hat, hat auch ein höheres Selbstbewusstsein und fühlt sich intelligent und stark. Er hat zudem eine andere Position und Reputation und somit ein sicheres inneres und äußeres Auftreten. Aus diesen Gründen maßt er sich auch an, schneller zu entscheiden“, erklärt Psychotherapeut Herbert Antonu (http://psychotherapiewien.at).

Machtlose weniger ziel- und lösungsorientiert

Menschen ohne Macht hingegen fühlen sich weniger sicher und sind es nicht gewohnt, Entscheidungen zu treffen. Zusätzlich seien sie auch nicht so ziel- und lösungsorientiert wie Personen mit mehr Einfluss. „Eine überlegene Position stärkt den Selbstwert“, bestätigt Antonu. Würde einem die Stelle jedoch wieder weggenommen, verschwinde auch seine Macht.

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