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Die Gewässer Österreichs - hier die Donau - sind von konstant guter Qualität.
 
Leben 28. Dezember 2012

Berlakovich: Konstant gute Wasserqualität der heimischen Gewässer

Jahresbericht "Wassergüte in Österreich 2011".

 
"Die neuesten Ergebnisse des österreichischen Überwachungsprogramms zur Wassergüte für den Zeitraum 2008-2010 bestätigen die bisherige gute Wasserqualität unserer heimischen Gewässer für den Großteil Österreichs. Insbesondere die für die Trinkwasserversorgung eminent wichtigen Quellwasservorkommen besitzen nach wie vor einen hohen qualitativen Standard", so Umweltminister Niki Berlakovich zu den neuesten Ergebnissen des Jahresberichtes "Wassergüte in Österreich" für 2011, der gemeinsam vom Lebensministerium und dem Umweltbundesamt veröffentlicht wurde.


Im dreijährigen Beobachtungszeitraum 1. Jänner 2008 - 31. Dezember 2010 wurden rund 2.000 Grundwassermessstellen in den bundesweit ausgewiesenen Grundwasserkörpern jährlich mehrfach beprobt und auf bis zu 140 Einzelsubstanzen wie beispielsweise Nährstoffe, Metalle oder Pestizide chemisch untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die in der Qualitätszielverordnung "Chemie Grundwasser" vorgegebenen Schwellenwerte von den allermeisten Untersuchungsparameter deutlich unterschritten werden. Diese Schwellenwerte sind Vorsorgewerte und damit auch strenger als jene der Trinkwasserverordnung.

Die Belastungen durch den Pestizidwirkstoff Atrazin (seit 1995 nicht mehr zugelassen) und dessen Abbauprodukt Desethylatrazin nehmen seit 1997 kontinuierlich ab. Weitere Pestizide treten im Vergleich zu den beiden angeführten stark zurück und sind zudem in der Regel lokal bzw. regionsspezifisch. Pestizidwirkstoffe, insbesondere deren Zerfallsprodukte werden zudem über umfangreiche spezifische Sondermessprogramme zusätzlich beobachtet, um allfälligen negativen Entwicklungstendenzen rechtzeitig entgegentreten zu können.

Für die österreichischen Flüsse und Bäche bestätigen die Ergebnisse des Überwachungsprogramms die im europäischen Vergleich hohe Qualität unserer Gewässer in Bezug auf stoffliche Belastungen. Mehr als 75 Prozent der gemessenen Überblicksmessstellen weisen dabei einen guten oder sehr guten ökologischen Zustand in Bezug auf stoffliche Belastungen auf. Anders sieht die Situation in Bezug auf die strukturelle Belastung aus. Hochwasserschutzmaßnahmen und die Nutzung der Wasserkraft haben in den vergangenen Jahrzehnten zu nachhaltigen Veränderungen in unseren Gewässern geführt, die sich auch im ökologischen Zustand der Gewässer widerspiegeln. Diese Belastungen werden gemäß den Anforderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie durch die Erhebung von Fischen über das Messnetz miterfasst. Deren Ergebnisse zeigen bei der überblicksweisen Überwachung nur für ca. 34 Prozent der Messstellen einen guten oder sehr guten ökologischen Zustand. Die Messergebnisse sind die Grundlage für die weitere Festlegung von allenfalls notwendigen Sanierungen, wie sie bereits im 1. Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan (NGP) festgelegt wurden. In Zukunft wird das Messnetz dahingehend auszubauen sein, die Erfolge der eingeleiteten Maßnahmen zu dokumentieren und zu evaluieren.

"Weiterhin zentrales Ziel meines Ressorts ist die Fortsetzung der Bemühungen zur Reduzierung bestehender Belastungen durch verstärkte Maßnahmensetzung und insbesondere auch durch Beratung und Bewusstseinsbildung vor Ort. Zur Vermeidung von Interessenkonflikten werden zwar schrittweise, aber umso konsequenter die vorgesehenen Maßnahmen umgesetzt, um die geforderten Umweltziele für alle Grundwasservorkommen und Oberflächengewässer nach den rechtlichen Vorgaben des Wasserrechtsgesetzes zu erreichen", so Berlakovich zum Bericht abschließend.

Info:
Der gesamte Jahresbericht "Wassergüte in Österreich 2011" ist auf der Homepage des Lebensministeriums unter www.Publikationen.lebensministerium.at  abrufbar.

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