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Handchirurgen warnen insbesondere vor selbstgebastelten Eigenkreationen.
 
Leben 28. Dezember 2012

Kleiner Sprengsatz mit großer Wirkung

Österreichische Gesellschaft für Handchirurgie warnt.


Jährlich gibt es etwa 1.000 Unfälle durch Feuerwerkskörper, die mitunter folgenschwer enden. Zu geringer Sicherheitsabstand, Zündung aus der Hand, zu frühe Explosion des Feuerwerkkörpers oder der Versuch, nicht explodierte Feuerwerkskörper nochmals zu zünden, sind Ursache teilweiser schwerer Handverletzungen. "Oftmals werden Haut, wichtige Gefäße und Nerven zerrissen, manchmal sind die Folgen sogar mit dem Verlust der Hand oder des Armes verbunden.", warnt die Österreichische Gesellschaft für Handchirurgie.

Unsachgemäße Verwendung von Feuerwerkskörpern oder der Kauf von Produkten, deren Herkunft nicht nachvollziehbar ist, führen alljährlich zu Handverletzungen: Verbrennungen, Frakturen und manchmal sogar der Verlust von Fingern und Gliedmaßen sind Folgen einer "verknallten" Nacht.

Neben Jugendlichen sind vor allem Männer und Kinder gefährdet. "Alkoholgenuss mindert das Reaktionsvermögen" warnen die Handchirurgen. Weitere Folgen von unsachgemäßem Umgang mit Knallern sind immer wieder Augen- (Hornhautverletzungen) und Hörschäden sowie Brandverletzungen im Gesicht.

ÖGH empfiehlt Präventivmaßnahmen

 - Beim Kauf von Feuerwerkskörper über deren Handhabung beraten lassen und Hinweise befolgen. Auf Herkunft der Produkte achten!

- Geeignete Lagerung an kühlem und trockenem Ort. Keine Zugriffsmöglichkeit durch Kinder!

- Keine Eigenkreationen basteln! Handchirurgen warnen vor selbsthergestellten "Piraten" (eigenhändiges Zusammenbinden von Knallkörpern), welche immer wieder Ursache schwerster Verletzungen sind.

- Bei Abschuss auf vorgegebene Schutzabstände (mind. 5 m), Neigungswinkel und eventuelle Windgeschwindigkeiten achten!

- Raketen niemals in Richtung von Menschen schießen; darauf achten, dass Kinder nicht in die Nähe (Richtung) von Raketen laufen!

- Nicht explodierte Feuerwerkskörper niemals aufheben, um diese neuerlich zu zünden! Es besteht die Gefahr, dass diese "verzögert" in der Hand explodieren!

- Rauchverbot: Rauchen im Nahbereich unbedingt unterlassen!

- Instruktion: Jugendliche müssen über den richtigen Umgang mit Feuerwerk instruiert und beaufsichtigt werden.

- Feuerwerk nur auf festem, nicht brennbarem und ebenem Untergrund zünden und einen vollen Wassereimer für Blindgänger bereithalten.

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Feuerwerkskörpern hilft, Verletzungen, Brände und Brandschäden zu verhindern "So kann Silvester in vollen Zügen - ohne Verletzungen - genossen werden", so Österreichs Handchirurgen.

www.handchirurgen.at

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