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An der richtigen Stelle eingesetzt können auch ältere Menschen berufstätig bleiben.
 
Leben 10. Dezember 2012

Bilanz des europäischen Jahres des aktiven Alterns

Die Arbeitsmarktpolitik muss noch mehr tun.

 

2012 ist das europäische Jahr des aktiven Alterns. Bei einem Treffen der Partner/-innen des Netzwerks "Älter werden, Zukunft haben!" am 5. Dezember 2012 wurde Bilanz gezogen: Die Arbeitsmarktpolitik muss noch stärker auf die Bevölkerungsentwicklung reagieren. Ältere Menschen brauchen Arbeitsbedingungen, unter denen sie gesund bis zur Pension tätig sein können.



Der Anteil von Menschen über 65 wird sich bis 2050 verdoppeln. Damit wird sowohl die Zahl der Pensionisten/-innen steigen, als auch das Durchschnittsalter der Beschäftigten. Diese Prognosen zeigen einen eindeutigen arbeitsmarktpolitischen Handlungsbedarf auf: Die Arbeitsfähigkeit älterer Beschäftigter muss verstärkt gefördert werden, damit sie ihren Beruf gesund und motiviert bis zur Pension ausüben können.

Bei einer AK-Befragung von Arbeitssuchenden über 45 waren mehr als die Hälfte der Befragten der Meinung, dass sie kein passendes Jobangebot erhalten haben. "Die Beschäftigungsquote älterer Menschen muss deutlich erhöht werden. Dafür brauchen wir passende Jobangebote für Arbeitssuchende über 45", sagt AK-Direktor Dr. Josef Moser.

Prävention und Gesundheitsförderung maßgeblich

Prävention und Gesundheitsförderung in den Betrieben sind zwei Schlüsselfaktoren, um Menschen länger gesund im Arbeitsprozess halten zu können. Dazu müssen die Arbeitsbedingungen besser an die Bedürfnisse älterer Beschäftigter angepasst werden. "Ich werde nicht mit 65 Jahren gut bei jedem Wind und Wetter auf Telefonmasten klettern können, aber vielleicht sehr gut die Logistik der Wartung machen können", sagte Dr.in Irene Kloimüller von WERT:ARBEIT beim Netzwerktreffen "Älter werden, Zukunft haben!" am 5. Dezember 2012 im ORF-Landesstudio Oberösterreich.

Information

Die AK Oberösterreich engagiert sich seit vielen Jahren in ihrer Interessenspolitik, im gesellschaftlichen Diskurs und in ihren Netzwerken für den Erhalt der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit von allen Menschen, unabhängig von ihrem Alter sowie für eine alters- und generationengerechte Arbeitswelt.

Daher hat sie auch vor acht Jahren gemeinsam mit den Sozialpartnern das Netzwerk "Älter werden, Zukunft haben!" ins Leben gerufen. "Dieses Netzwerk ist eine gute Grundlage für gemeinsames, abgestimmtes und strategisches Vorgehen in Oberösterreich, wenn es darum geht, in Zukunft mehr ältere Menschen in Beschäftigung zu halten", sagte AK-Direktor Dr. Josef Moser, MBA, im Rahmen der Diskussion im ORF-Landesstudio.

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