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© Igor Kaliuzhnyi / shutterstock
Ein Diamant als ganz persönliche Erinnerung an den Verstorbenen.
 
Leben 30. November 2012

Von der Bestattung zum Diamanten

Aus der Asche des Verstorbenen wird ein Schmuckstück.

Außergewöhnliche Bestattungsformen sind längst keine Seltenheit mehr. Denn die Trauerkultur hat sich in den vergangenen Jahren sehr gewandelt, sodass mittlerweile viele unterschiedliche Bestattungsformen zur Wahl stehen.

Immer weniger gefragt ist das klassische Erdbegräbnis, die Feuerbestattung mit Urnenbeisetzung und Grabstein hat ihm inzwischen den Rang abgelaufen. Viele Bundesbürger können sich zudem die Verstreuung ihrer Asche im Meer oder die Beisetzung an einem Baum in einem Wald vorstellen. Generell zeigen aktuelle Umfragen, dass es in der Gesellschaft eine große Offenheit im Umgang mit dem eigenen Tod bzw. dem eigenen Leichnam gibt.

Die sehr spezielle Form des Andenkens an einen Toten wurde vor neun Jahren von der Firma Algordanza ins Leben gerufen. Obwohl es mittlerweile mehrere Anbieter gibt, sind die Schweizer mit großem Abstand Marktführer geblieben. „Etwa 80 Prozent unserer Kunden lassen diesen Diamanten in ein anderes Schmuckstück einarbeiten. Sehr oft wird aus dem Gold des Eherings des Verstorbenen ein neuer Ring hergestellt, den der hinterbliebene Partner immer bei sich tragen kann“, erläutert Geschäftsführer Andreas Wampl. So bleibe die Erinnerung an den Verstorbenen über Generationen erhalten. Jeder Erinnerungsdiamant, so Wampl, sei ein Unikat, Größe und Aussehen können frei gewählt werden. Den Diamanten gibt es als Einzelexemplar ab 3.800,– Euro und als Familiendiamanten ab 2.200,– Euro.

Notariell beglaubigt

Die Beauftragung für die Herstellung eines Erinnerungsdiamanten erfolgt immer über das lokale Bestattungsunternehmen. Zunächst wird der Verstorbene eingeäschert, danach geht die Urne in ein Labor in die Schweiz. In einem mehrwöchigen Verfahren unter hoher Temperatur und hohem Druck wird die Kremationsasche zu einem Rohdiamanten gepresst und dann in Handarbeit zu einem weiß bis bläulich funkelnden Brillanten geschliffen.

Ein Zertifikat über die chemische Zusammensetzung der Asche und die Dokumentation über den gesamten Prozess gewährleisten die Herkunft und Echtheit des Diamanten. Ein Notar wird mit der Begleitung des gesamten Prozesses beauftragt. Er überprüft in diesem Zusammenhang jeden erforderlichen Prozessschritt – vom Empfang der Kremationsasche bis zur Überprüfung der Diamanteigenschaft durch einen diplomierten Gemmologen. Die Schweizer sind bis dato nach eigenen Angaben das einzige Unternehmen in diesem Bereich, das sowohl über eine notarielle, öffentliche Urkunde als auch über eine unabhängige Qualitätszertifizierung verfügt. Zudem gewährt der Hersteller Einblick in die Produktion und das Labor. Eine solche Transparenz können Anbieter aus dem Internet nicht garantieren.

Weiteren Informationen unter www.algordanza.de  

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