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Leben 21. November 2012

penis map: Wer hat den Längsten?

Ein professionell im Web aufbereitetes Kartenmaterial gibt Auskunft über Penislängen aus der ganzen Welt.

Kartenmaterial zu unterschiedlichen Themen finden sich zur Illustration eines Artikels in nahezu jeder Zeitschrift: Darin werden Ölvorkommen, Bodenschätze, Einkommensverhältnisse und vieles mehr den verschiedenen Ländern zugeordnet. Aber hätten Sie gewusst, dass auch die durchschnittliche Penislänge kartografiert wurde?

Wer sich (aus rein wissenschaftlichen Motiven natürlich) im Internet auf die Suche nach „Penislängen“ macht, riskiert, auf nicht ganz jugendfreien oder unseriösen Seiten zu landen. Doch es gibt auch Seiten mit sachlichem Anspruch. Unter  www.targetmap.com/viewer.aspx?reportId=3073 findet der interessierte Arzt (und auch der Laie) anschaulich aufbereitet und geografisch eingeordnet alles zu Penislänge und -umfang inklusive Standardabweichung und Verteilung der Häufigkeiten, Angaben zur Messmethode, aber auch zu Penisformen. Wer davon ausgeht, die verwendeten Daten seien an den Haaren herbeigezogen, sei vorgewarnt: Darin finden sich auch Urologen mit geläufigen Namen, viele der Daten stammen aus renommierten Publikationen wie Journal of Urology oder von Gesundheitsbehörden und werden regelmäßig aktualisiert.

Trotz der auf den ersten Blick verlässlichen Quellen fallen bei genauerem Hinsehen einige Merkwürdigkeiten auf: Obwohl die Vorfahren nahezu jedes US-Amerikaners entweder aus Europa, Afrika oder Lateinamerika abstammen, ist die durchschnittliche US-amerikanische Länge gerade im Vergleich zu den Ahnen eher bescheiden. Ebenso implausibel erscheint, dass die Ungarn so viel größer abschneiden als ihre unmittelbaren Nachbarn aus Rumänien. Hier gibt es offensichtlich Diskrepanzen bei den jeweiligen Datenerhebungen.

Was bringt die „Peniskarte“?

Man kann natürlich nach der Bedeutung dieser Veröffentlichung fragen. Vielleicht ist sie für die Hersteller und Vertreiber von Kondomen interessant. Es wird ja kolportiert, die Japaner hätten hierzulande erhebliche Schwierigkeiten mit den europäischen Kondomgrößen. Der Autor, der die „penis map“ ins Netz gestellt hat, erläutert sein Vorgehen übrigens mit folgendem Bonmot, das fälschlicherweise dem brasilianischen Arzt Drauzio Varella zugeschrieben wurde: „Heutzutage wird fünfmal mehr in Medikamente für die männliche Potenz und Silikon für Frauen investiert als in die Alzheimer-Forschung. Daraus folgernd haben wir in ein paar Jahren alte Frauen mit großen Brüsten und alte Männer mit hartem Penis, aber keiner von denen kann sich daran erinnern, wozu das gut ist.“

Quelle: Uro-News 10/2012; 16 (10): 64

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