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Leben 15. November 2012

Horrorfilme machen schlank

Laut einer Studie sollen im Schnitt 133 Kalorien durch Angstgefühle verbrannt werden.

Im Kampf gegen die Kalorien und auf der Suche nach neuen Fettverbrennungsstrategien ist auch die Wissenschaft immer wieder bemüht, mit neuen Erkenntnissen ihren Beitrag dazu zu leisten. So haben Forscher im Rahmen einer Untersuchung herausgefunden, dass Filme, die starke Emotionen auslösen, wie etwa Horror- oder Liebesfilme, auch viele Kalorien verbrennen.

Das Schauen von Horrorfilmen verbrennt bis zu 200 Kalorien. Dies haben Wissenschaftler der University of Westminster (http://westminster. ac.uk), London, ermittelt, die die Teilnehmer der Studie beim Schauen von zehn Horrorfilmen beobachtet haben. Dabei wurden durchschnittlich 133 Kalorien verbrannt. Der Film „The Shining“ des Regisseurs Stanley Kubrick konnte mit 184 die meisten Kalorien verbrennen. Zum Vergleich sei erwähnt, dass diese Menge Kalorien ebenfalls bei einem halbstündigen Spaziergang verbraucht werden kann.

Hormonausschüttung steuert den Puls

„Der Mensch verbrennt generell immer Kalorien – auch im Schlaf“, erklärt Personal Trainer Andreas Nöhmayr (http://masterrunning.at). „Bei der Menge der verbrannten Kalorien kommt es darauf an, wie ein Mensch gebaut ist“, sagt er. Muskulöse Personen würden demnach bei derselben Übung mehr Kalorien verbrennen als Übergewichtige.

„Bei Horrorfilmen wird das Hormon Adrenalin durch Angst im Körper ausgeschüttet, was alle Systeme aktiviert, um auf bestimmte Situationen zu reagieren“, so der Experte. Das Schauen eines Horrorfilms könne in etwa mit einem Fallschirmsprung verglichen werden, wobei der Puls nach oben geht. „Das heißt somit je höher der Puls ist, umso mehr Kalorien werden verbrannt“, erläutert Nöhmayr.

Auch Liebesfilme haben den gleichen Effekt

Nicht nur Horrorfilme, sondern auch Liebesfilme lassen laut dem Personal Trainer die Kalorien schmelzen. „Liebesfilme lösen positive Emotionen aus, die ebenfalls den Puls nach oben treiben“, führt Nöhmayr aus. „Bei Horrorfilmen, die durchgehend schockierend sind, verbraucht man jedoch mehr Energie als bei Liebesfilmen, da Letztere nur einige wenige Szenen beinhalten, die uns eine Gänsehaut verschaffen“, so der Fachmann.

Einen Trend für ein neuartiges Trainingsprogramm stellen die Filme jedoch nicht dar, denn auch Alkohol- und Nikotinkonsum würden den Puls erhöhen. „Zusätzlich muss man auch die psychologische Ebene solcher Filme berücksichtigen“, so Nöhmayr. Auf Dauer seien sie demnach nicht empfehlenswert.

 

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