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Leben 2. November 2012

Kärnten: Erfolgsgeschichte Übergangspflege

Eine bemerkenswerte Bilanz kann Kärntens Sozialreferent LR Mag. Christian Ragger über die Einführung der Überleitungspflege vor knapp zwei Jahren ziehen.

Im Lauf der beiden Jahre nutzten 1.000 Kärntner Senioren diese Möglichkeit eines vier-bis sechswöchigen Rehab-Aufenthalts in einem der 66 Pflegeheime von Kärnten. Das Land übernahm die Kosten der rund 30.000 Pflegetage in den Einrichtungen.

 

"Dieses Angebot erzielt eine hohe Zufriedenheit bei den Betroffenen und es hat gleichzeitig ein enormes Einsparungspotenzial. Denn mangels dieser nunmehr bestehenden Alternativ lagen die Klienten früher entsprechend länger in den Spitälern. Jeder Tag in einem Krankenhaus kostet aber drei bis viermal mehr als in einem Pflegeheim. Auf diese Weise wurden bisher rund vier bis Millionen Euro eingespart, ohne dass die Qualität der Versorgung beeinträchtigt worden wäre", betont LR Ragger.

Das Angebot der Übergangspflege richtet sich an Personen, die nach einem Spitalsaufenthalt zu krank sind, um nach Hause zurück kehren zu können und die aber keiner weiteren Krankenhausbehandlung bedürfen. Die Übergangspflege bildet eine Brücke zwischen Krankenhaus, mobilen Pflegediensten und dem "zu Hause" des Patienten. Sie bietet auch Informationen, Beratung und Koordination.

Die Pflege- und Gesundheitsservice-Stellen helfen bei der Organisation des Alltages der zu entlassenden Patienten und stellen bei Bedarf Kontakte mit sozialen Diensten her. Eines der ersten Pflegeheime, das solche Übergangsbewohner aufnahm, war das Heim Sene Cura in Arnoldstein, das am kommenden Dienstag zu der Feier "555 Tage Übergangspflege" einlädt. Die Kosten der Übergangspflege trägt das Land, wobei von den Betroffenen nur das Pflegegeld anteilsmäßig vereinnahmt wird.

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