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Hans-Peter Loch (Pflegerischer Visitor), Mag. Johann Seethaler (Geschäftsführer St. Josef-Krankenhaus), Dr. Henrik Herrmann (Ärztlicher Visitor), Vittoria Brunetti (Visitationsbegleiterin), Christoph Plester (Ökonimischer Visitor), Dr. Ulrich Schmidbauer
 
Leben 25. Oktober 2012

Medizin mit Qualität und Seele

Qualitätsmanagement im Krankenhaus: Gütesiegel für das St. Josef-Krankenhaus für drei Jahre verlängert.

Das St. Josef-Krankenaus, ein Haus der Vinzenz Gruppe, wurde im Jahr 2009 als bestes erstzertifiziertes Krankenhaus im deutschsprachigen Raum nach dem Zertifizierungsverfahren "proCumCert inkl. KTQ" ausgezeichnet und unterzog sich heuer neuerlich einer Überprüfung. Die Gutachter stellen dem Krankenhaus wieder ein Spitzenzeugnis aus.

 

Vier Tage lang wurden alle Stationen und Bereiche des Ordenskrankenhauses von den Visitoren genauestens durchleuchtet. Zertifizierung nach "proCumCert (pCC) inkl. KTQ" bedeutet, dass nach international gültigen Top-Standards für Krankenhäuser sowohl die Qualität der medizinischen und pflegerischen Leistungen und der Abläufe als auch die im Spital gelebten Werte geprüft wurden. Mittlerweile wurden im deutschsprachigen Raum bereits 1.500 Zertifikate von dieser Zertifizierungsgesellschaft ausgestellt.

Klinische Psychologie im Alltag fest verankert

Die Zertifizierung ist ein Vertrauensanker für die Patienten. Die Stärken des Krankenhauses wurden in einem ersten Resümee der Prüfer entsprechend hervorgehoben: Die spürbar gute, interdisziplinäre und berufsübergreifende Zusammenarbeit, die klare Positionierung des onkologischen und geburtshilflichen Schwerpunktes und die gelebten christlichen Werte und persönliche Zuwendung. Überzeugen konnte das St. Josef-Krankenhaus auch durch das weitreichende Angebot der klinischen Psychologie und der Krankenhausseelsorge, die im Spitalsalltag fest verankert sind.

Leitsatz

"Unser Anspruch heißt 'Medizin mit Qualität und Seele'. Dass wir diesen Leitsatz auch wirklich leben und für unsere Patientinnen und Patienten erlebbar machen, haben unabhängige Experten jetzt neuerlich bestätigt.", so Mag. (FH) Harald Fuchs, Qualitätsmanagementbeauftragter des Krankenhauses.

Rezertifizierung alle drei Jahre

Alle drei Jahre werden von unabhängigen Visitoren im Rahmen der Rezertifizierung Stärken und Verbesserungspotentiale erhoben und es wird bewertet, ob kontinuierliche Verbesserungen erfolgen. Der Visitationsbericht stellt eine wichtige Grundlage für qualitätsverbessernde Maßnahmen für die folgenden Jahre dar.

Zertifizierung nach proCum Cert inkl. KTQ Die KTQ-Zertifizierung ist das führende Zertifizierungsverfahren für Krankenhäuser im deutschsprachigen Raum, initiiert und getragen von den großen Institutionen des deutschen Gesundheitswesens (Bundesärztekammer, Krankenhausgesellschaft, Pflegerat, gesetzliche Krankenversicherungen). Das Verfahren ist eine Kombination aus Fremd- und Selbstbewertung nach - von Krankenhauspraktikern entwickelten - Kriterien (s. "Die neun Kategorien"). ProCumCert ist speziell für konfessionelle Krankenhäuser entwickelt worden, auf Initiative des Katholischen sowie des Evangelischen Krankenhausverbands Deutschlands. Ziel ist, christliche Werte in das Qualitätsmanagement mit einzubeziehen. Das kombinierte pCC-KTQ-Zertifikat ist damit ein offizielles Gütesiegel für Medizin mit Qualität und Seele.

Neun Kategorien

Die neun Kategorien für die Zertifizierung nach proCum Cert inkl. KTQ:

  1. 1. Patientenorientierung: Behandlungs- und Therapieprozesse inkl. umfassender Aufklärung, Patientenwohl, verantwortungsvolles Entlassungsmanagement, räumliche Orientierung im Krankenhaus
  2. Mitarbeiterorientierung: Personalplanung, Weiterbildung, Förderung der ethischen Kompetenz
  3. Sicherheit im Krankenhaus: Arbeits- und Brandschutz, Katastrophenschutz, Hygienerichtlinien, Versorgungssicherheit
  4. Informationswesen: Datenschutz, Regelungen bei Informationsweitergabe, Dokumentation
  5. Krankenhausführung: professionelle Führung und Steuerung, christliche Unternehmenskultur, wertschätzende Personalführung
  6. Qualitätsmanagement: Ständige Verbesserung der Qualität z. B. durch Berücksichtigung von Rückmeldungen von Patienten, Qualitätssicherung durch interne und externe Vergleiche, Befragungen und Audits
  7. Seelsorge im kirchlichen Krankenhaus: Möglichkeiten des vertraulichen Gesprächs von Seelsorgern mit Patienten, Angehörigen und Mitarbeitern, Integration der Seelsorge in den Behandlungsprozess
  8. Verantwortung gegenüber der Gesellschaft: Angebot und Qualität von Ausbildungs- und Praktikumsplätzen im Krankenhaus, Förderung des ehrenamtliches Engagements
  9. Trägerverantwortung: Strategie und Führung durch den Krankenhausträger, geprägt von christlichen Grundwerten.

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