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©DeSt/Willi Denk
(Reihe oben v. lks) Judith Mair (Abbott), Primarius Dr. Dieter Volc (Dachverband Parkinson Selbsthilfe) und Renate Lemanski (Moderatorin). Über die finanzielle Unterstützung zur Umsetzung ihrer Aktiv-Projekte für Parkinson-PatientInnen freuen sich: (Reihe
 
Leben 10. Oktober 2012

Preisverleihung „Parkinson kreativ“

Parkinson Selbsthilfe Österreich

Mit künstlerischen Aktivitäten in Bewegung bleiben – körperlich und geistig

In der Ausstellung „Parkinson kreativ“ am 24. September präsentierte die Parkinson Selbsthilfe Wien mehr als 100 kreative Kunstobjekte, darunter bemalte Taschen, handgefertigten Schmuck und kunstvolle Gemälde. Alle ausgestellten Gegenstände wurden von Parkinson-Betroffenen selbst angefertigt. Die Kunstobjekte unterstreichen die Bedeutung von kreativen Tätigkeiten für Parkinson-Patienten, wenn es darum geht, so lange wie möglich aktiv und in Bewegung zu bleiben, sowohl körperlich als auch geistig. Um weitere Aktivitäten von Parkinson-Betroffenen zu fördern, wurde anlässlich des Welt-Parkinson-Tages im April 2012 der Patientenpreis „Parkinson aktiv“ ins Leben gerufen. Im Rahmen der Vernissage sind nun unter zahlreichen Einreichungen drei Projekte „von Patienten für Patienten“ prämiert worden.

Künstlerische Tätigkeiten bieten Parkinson-Betroffenen vielfältige Vorteile: Zum einen kommen Emotionen zum Ausdruck und Betroffene erfahren wertvolle Selbstbestätigung sowie Anerkennung von außen. Zum anderen werden die Motorik und die Fähigkeit, feine künstlerische Tätigkeiten zu verrichten, gefördert. So ist kreatives Werken und Schaffen oft ein Weg für Betroffene, um mit ihrer Erkrankung besser umgehen zu können. Dies verkörperte auch die heutige Kunstausstellung „Parkinson kreativ“, in der Parkinson-Betroffene ihre Kunstobjekte präsentierten. Das künstlerische Spektrum reicht von kreativen Gemälden über Skulpturen bis zu feinen Näharbeiten. „Zahlreiche Parkinson-Patienten haben sich der Kunst verschrieben“, beobachtet seit Jahren der Parkinsonexperte Primarius Dr. Dieter Volc, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, medizinischer Beirat des Dachverbandes und Primarius in der neurologischen Abteilung der Confraternität Josefstadt in Wien: „Voraussetzung ist jedoch ein innovatives Therapiekonzept, damit der Patient durch die laufende Dopaminversorgung seinen Körper gut bewegen kann. Weiters gibt es Hinweise dafür, dass Dopamin stimulierend auf das limbische System wirkt. Und genau dort sitzt die Kreativität in unserem Gehirn. Der Patient bleibt also aktiv und kann seinen künstlerischen Ambitionen folgen.“

Quelle: Hennrich PR

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