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New York: Ground Zero
 
Leben 30. September 2012

9/11-Krebsopfer besser unterstützt

Mit einem neu adaptierten Gesundheitsprogramm werden nun weitaus mehr Karzinomarten abgedeckt als bisher.

Viele Helfer und Überlebende sind seit dem dramatischen Anschlag auf das World Trade Center an Krebs erkrankt. Als Entschädigung sollte das 9/11-Behandlungsprogramm Betroffenen eine kostenfreie Therapie und Pflege zusichern. Doch gab es bis dato für die Aufnahme in das Programm Beschränkungen bei der Art der Erkrankung. Eine neue Adaptierung des Gesundheitsprogramms soll diesen Missstand nun ändern, wobei ein von US-Präsident Obama im vergangenen Jahr unterzeichnetes Gesetz dazu beigetragen hat.

Die US-Regierung hat rund 50 Arten von Karzinomen zur Liste von Krankheiten hinzugefügt, die vom 9/11-Behandlungsprogramm abgedeckt werden. Diese Entscheidung berechtigt 70.000 überlebende Mitglieder der Einsatzkräfte und andere Überlebende zu einer kostenfreien Pflege. Das National Institute for Occupational Safety and Health (http://cdc.gov/niosh) hat diese Veränderung im Vorfeld des 11. Jahrestages von 9/11 angekündigt. Rund 1.000 Todesfälle wurden bisher mit Krankheiten in Zusammenhang gebracht, die durch den giftigen Staub der Trümmer am Ground Zero verursacht wurden.

Bei den Betroffenen handelt es sich um Bauarbeiter, Ersthelfer, Mitarbeiter der Gebäudereinigung und andere Erkrankte in dem Jahrzehnt nach 9/11. Das Institut sprach sich im vergangenen Juni dafür aus, das mit 4,3 Milliarden Dollar ausgestattete Gesundheitsprogramm auszuweiten. Mit einbezogen wurden nach der Empfehlung eines Beratergremiums Patienten mit 50 verschiedenen Arten von Karzinomen. Zu den Krebsarten, deren Behandlung von der Regierung finanziert wird, gehören Lungen-, Darm-, Brust- und Blasenkrebs sowie Leukämie, Melanome und alle Krebserkrankungen bei Kindern. Diese medizinische Versorgung ist Teil des James Zadroga 9/11 Health and Compensation Act 1, der von Präsident Obama im vergangenen Jahr als Gesetz unterzeichnet worden war.

Unbürokratische Hilfeleistungen

Bis jetzt beschränkten sich die meisten Entschädigungen auf Erkrankungen der Atemwege, die mit dem giftigen Staub und den Dämpfen der zerstörten Gebäude in Verbindung standen. Laut John Howard, dem Verwalter des World Trade Center Health Program (http://1.usa.gov/Mp9dKB), das durch das Zadroga-Gesetz entstanden ist, bedeutet die Ankündigung einen wichtigen Schritt bei den Bemühungen um eine medizinische Versorgung der Helfer und der Überlebenden.

Die Kompensation der medizinischen Kosten hatte sich durch einen Streit darüber verzögert, ob es Beweise für einen direkten Zusammenhang zwischen dem Einsturz des World Trade Center und Krebserkrankungen gibt.

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