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Leben 7. August 2012

Weltkatzentag: Zahl der streunenden Katzen reduzieren

Vier Pfoten fordert gesetzliche Kastrationspflicht, weil streunende Katzen auch in Österreich leiden.

Anlässlich des Weltkatzentags am 8. August macht die Tierschutzorganisation Vier Pfoten erneut auf das Leid der Streunerkatzen in Österreich aufmerksam. Die Tierschutzorganisation fordert in diesem Zusammenhang ein Ende der bestehenden Ausnahmen in der gesetzlichen Kastrationspflicht und eine Anpassung der Honorar-Untergrenzen für Tierärzte, die Streunerkatzen kastrieren.

Haben Katzen regelmäßigen Zugang ins Freie, so sind sie laut Zweiter Tierhalteverordnung von einem Tierarzt kastrieren zu lassen, sofern diese Tiere nicht zur kontrollierten Zucht verwendet werden oder in bäuerlicher Haltung leben. "Wir fordern, dass auch Landwirte ihre am Hof lebenden Katzen kastrieren müssen", so Vier-Pfoten-CEO Helmut Dungler.

Nach wie vor werden viele junge Katzen aus landwirtschaftlicher Haltung nach der Geburt schlicht getötet, was natürlich gesetzlich verboten ist. Die überlebenden Tiere werden nicht kastriert - was laut Helmut Dungler ein Teufelskreis ist: "Sie vermehren sich weiter unkontrolliert, damit gehen die Tötungen in der nächsten Generation weiter." 

Vorschlag zur Finanzierung von Kastrationen

Die Anzahl der Streuner steigt aber auch in den Städten. Längst sind Streunerkatzen nicht nur in den südlichen Ländern, sondern auch in Österreich zu einem Problem geworden. Obwohl Katzen in Österreich die beliebtesten Haustiere sind, vegetieren Tausende ihrer Artgenossen auf den Straßen dahin, hungrig und meist krank. Immer noch ist aber nicht genau geregelt, wer für die Kastration der streunenden Tiere zuständig ist bzw. wer die Eingriffe bezahlt. Helmut Dungler: "Sinnvoll wäre die Einrichtung eigener Fonds auf Landesebene zur Finanzierung der Behandlung von Streunertieren. Es gibt auch genügend Tierärzte, die bereit wären, hier zu einem geringeren Honorar zu arbeiten. Das sollte der Gesetzgeber auch entsprechend berücksichtigen und in diesem Fall die für einen solchen Eingriff bestehenden fixen Honorar-Untergrenzen senken".

Informationsbroschüre von Vier Pfoten, Gesundheitsministerium und Tierärztekammer


Kastrationen sind der einzig humane und nachhaltige Weg, die Überpopulation von streunenden Tieren in den Griff zu bekommen. Zur Information der Bevölkerung hat Vier Pfoten bereits im Vorjahr gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit und der Österreichischen Tierärztekammer eine Broschüre herausgebracht, die auf die unkontrollierte Vermehrung von Streunerkatzen und die Notwendigkeit der Geburtenkontrolle aufmerksam machen.

Link zur Broschüre: http://bit.ly/OM3lvf  

 

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