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Wolfgang Freysinger
 
Leben 23. Juli 2012

Innsbrucker Medizinphysiker wird Kongresspräsident

Prof. Mag. Dr. Wolfgang Freysinger trägt mit einem interdisziplinären Forschungsteam an der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde seit Jahren zur Weiterentwicklung der computerunterstützten Chirurgie bei. Als Gründungsmitglied der „Deutschen Gesellschaft für Computer- und Roboter-Assistierte Chirurgie“ berät er diese im wissenschaftlichen Beirat und wurde in Würdigung seiner Leistungen zum Kongresspräsidenten 2013 gewählt.

Die Förderung wissenschaftlicher Arbeit auf einem höchst innovativen Felde und deren praktische Umsetzung ist das erklärte Ziel der „Deutschen Gesellschaft für Computer- und Roboter-Assistierte Chirurgie“ (CURAC). Die Vertiefung der Beziehungen zwischen Chirurgie, Informationstechnik, Ingenieurwissenschaften und angrenzenden Gebieten fördert den medizinischen Fortschritt. So werden etwa in der chirurgischen Praxis vermehrt 3D-Navigationssysteme eingesetzt, um dem Chirurgen wichtige Positionsinformationen zur Instrumentenführung zu geben. Das Ziel all dieser Techniken ist die Maximierung der Patientensicherheit.

Experte für Visualisierung und Navigation

Innovative Wege geht in diesem Zusammenhang die Innsbrucker Arbeitsgruppe 4D Visualisierung an der Univ.-Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde um Freysinger. Zum Forschungsspektrum des interdisziplinären Teams gehört u. a. die nachhaltige Optimierung von Präzisionsanwendungen bei der computerunterstützten Chirurgie im Kopf.

Freysinger gehört als ausgewiesener Experte auf dem Gebiet von Visualisierungen und Navigation in der HNO-Chirurgie zu den Gründungsmitgliedern der CURAC und wurde bei deren letzten Jahrestagung in Magdeburg erneut in den wissenschaftlichen Beirat gewählt. In Würdigung seiner kontinuierlichen und hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet der computerunterstützten Chirurgie wurde er zudem zum Kongresspräsidenten 2013 ernannt. Damit obliegt der Innsbrucker AG 4D Visualisierung an der Univ. HNO Klinik  zum ersten Mal die Organisation der CURAC-Jahrestagung im Ausland, bei der aktuelle Forschungsergebnisse präsentiert wie auch neue Forschungsrichtungen und -ziele diskutiert sowie definiert werden.

„Ich verstehe die Ernennung zum Kongresspräsidenten als Auszeichnung für meine Arbeitsgruppe und übernehme die Verantwortung gerne. Der angeregte Austausch in Fachkreisen ist stets ein Gewinn und gibt wichtige Impulse für Forschung und Praxis“, so Freysinger. 

Arbeitsgruppe 4D Visualisierung

Freysinger hat bereits 1994 mit der Einführung computerunterstützter Chirurgie an der Innsbrucker Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde begonnen. Mittlerweile verfügt die Klinik über das vierte klinisch zugelassene Navigationssystem, das millimetergenaue Anwendungen bei endoskopischen Eingriffen an der vorderen Schädelbasis und mikroskopischen Eingriffen an der seitlichen Schädelbasis gestattet. In der AG 4D Visualisierung arbeiten Prof. Freysinger und sein Team an Verfahren zur Qualitätssicherung klinischer Navigation sowie an intuitiven visuellen Darstellungen von zuverlässiger intraoperativer Information für Chirurgen. Im klinischen Tätigkeitsfeld an der Univ. HNO Klinik arbeitet Freysinger intensiv mit den HNO-Chirurgen, insbesondere mit Prof. Riechelmann und mit Prof. Kral, zusammen.

CURAC

Die Deutsche Gesellschaft für Computer- und Roboter-Assistierte Chirurgie CURAC ist ein Zusammenschluss von Interessenten an computer- und roboter-assistierten Verfahren in der (operativen) Medizin und umfasst Arbeitsgruppen an der TU München, der Charité in Berlin, den Universitäten Bern, Leipzig und Düsseldorf, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sowie an vielen weiteren Institutionen. Die wissenschaftliche Gesellschaft versteht sich als interdisziplinäre Plattform sämtlicher medizinischer Disziplinen, in denen Hochtechnologie, wie Unterstützung durch Computer und Roboter, eingesetzt und vorangetrieben wird. Eine Reihe von Sonderforschungsbereichen, Spezialprojekten und Initiativen wird von Mitgliedern der CURAC aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Europäischen Union gefördert.

Medizinische Universität Innsbruck, springermedizin.at

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