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Leben 11. Juni 2012

In enger Nachbarschaft: Schul- und Komplementärmedizin

Linzer Elisabethinen-Spital steigt in Komplementärmedizin ein.

Das Krankenhaus der Elisabethinen in Linz bietet ab sofort mit einem eigens geschaffenen Zentrum ergänzende Angebote zur im Spital betriebenen Schulmedizin an. Ein ärztlicher Beirat soll auf Seriosität und Qualität achten.

 

Viele Patienten würden nach ganzheitlicher Betreuung in der Krankheitsbewältigung fragen, schilderte die Generaloberin des Ordens der Elisabethinen Linz-Wien Barbara Lehner. Für den ärztlichen Direktor des Spitals, Dr. Stefan Meusburger, machen komplementärmedizinische Methoden als Ergänzung der schulmedizinischen Behandlung "durchaus Sinn". Als Beispiele werden unter anderem die Krankheitsverarbeitung bei Tumorerkrankungen und chronischen Erkrankungen genannt. Schon jetzt gebe es im Spital die integrative Medizin, etwa die Psychoonkologie.

Komplementärmedizinisches Zentrum


Nun wurde aber ein rechtlich sowie organisatorisch vom Spital getrenntes und dennoch in unmittelbarer Nähe angesiedeltes Zentrum geschaffen, in dem sich Ärzte und Therapeuten eingemietet haben. Sie arbeiten auf eigene Rechnung.

Das Angebot umfasst unter anderem Homöopathie, Ayurveda-Anwendungen, Körperarbeit nach der Grinberg-Methode, Shiatsu, Kinesiologie, Prana Energie Arbeit, Systemisches Coaching, aber auch Tanz- oder Maltherapie. Angesprochen werden sollen nicht nur Kranke, sondern auch Menschen, die ihre Gesundheit erhalten wollen.

Die Mieter dürfen keinen Ausschließlichkeitsanspruch auf ihre Methoden haben. Es dürfen nur solche angeboten werden, die von der Ärztekammer nicht abgelehnt werden. Menschen, die in ärztliche Betreuung gehören, müssen auch dorthin verwiesen werden. Es muss außerdem die Bereitschaft zur Kooperation mit der Schulmedizin vorliegen. Auch eine adäquate Ausbildung und Transparenz bezüglich der Finanzierung der angebotenen Leistungen werden verlangt.

Durch die strukturelle Vernetzung der Anbieter sollen Patienten auch verschiedene Methoden an einem Ort miteinander kombinieren können. Meusburger bezeichnet das neue Zentrum als ein "Neugeborenes". Raum für Entwicklung sei abhängig von den künftig gemachten Erfahrungen vorhanden. Jedenfalls müsse sich durch die Nähe zum Krankenhaus die Schulmedizin zwangsweise mehr mit Komplementärmethoden auseinandersetzen.

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