zur Navigation zum Inhalt
Doz. Dr. Gerd Bodlaj, Experte für Hepatologie
 
Leben 24. Mai 2012

Neuer Leberexperte im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern, Wien

Der Schwerpunkt Lebererkrankungen wird mit der Bestellung des Hepatologen ausgebaut.

Doz. Dr. Gerd Bodlaj ist der neue Experte für Lebererkrankungen im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Wien, einem Unternehmen der Vinzenz Gruppe. Mit dem erfahrenen Hepatologen aus Linz wird der Schwerpunkt Leber im Spital in der Stumpergasse im 6. Bezirk weiter ausgebaut. Besonders erfreulich: Zwei neue Medikamente verbessern die Heilungsrate bei chronischer Hepatitis C.

 

Hepatologe Doz. Dr. Gerd Bodlaj (39) ist der neue Experte für Lebererkrankungen im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Wien. Der Facharzt für Innere Medizin mit Zusatzfach Gastroenterologie und Hepatologie war vor seinem Wechsel nach Wien Leiter der Leberambulanz im Linzer AKH.

Lebererkrankungen sind in Österreich häufig, alleine an chronischer Hepatitis C leiden ca. 60.000 bis 80.000 Menschen. "Bei Lebererkrankungen spielen die richtige Diagnose und regelmäßige Kontrollen eine wichtige Rolle", betont Bodlaj. Im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Wien werden Laborbefunde genau analysiert, Ultraschalluntersuchungen und regelmäßige Kontrollen durchgeführt. Damit kann man Verschlechterungen oder Lebertumore schon im Frühstadium erkennen.

Alarmsignal Müdigkeit

Ein häufiges Alarmsignal bei Lebererkrankungen ist bleierne Müdigkeit. Für erfahrene Ärzte sind fortgeschrittene Leberschädigungen oft schon äußerlich erkennbar: Die Haut wird dunkler, Gefäßzeichnungen auf der Haut treten auf und der Körpergeruch verändert sich. Die genaue Diagnose erfordert viel Erfahrung und manchmal auch Geduld. Mehrere Blutparameter, bildgebende Verfahren und das klinische Erscheinungsbild müssen miteinander kombiniert werden.

Bei Patienten mit Leberzirrhose, einem häufigen Endstadium von chronischen Lebererkrankungen, ist die engmaschige Überwachung lebenswichtig, da es im schlimmsten Fall zu Leberversagen oder der Entwicklung von Leberkrebs kommen kann. Auch Magenspiegelungen zur Diagnose von Krampfadern in der Speiseröhre, einer möglichen Folgeerkrankung bei fortgeschrittenen Leberschäden, können vor Ort durchgeführt werden.

Verbesserte therapeutische Möglichkeiten

Doz. Bodlaj streicht die verbesserten Therapiemöglichkeiten bei entzündlichen Lebererkrankungen hervor, die in den vergangen Jahren entwickelt wurden: "Für Hepatitis B haben wir Medikamente, mit denen man die Virusvermehrung sehr effizient unterdrücken kann. Damit wird das Fortschreiten der Erkrankung gehemmt. Bei Hepatitis C gibt es zwei ganz neue Medikamente, die erst im heurigen Frühjahr zugelassen wurden. Mit diesen kann man die Heilungsraten beim sogenannten Genotyp 1 um ca. 25 Prozent steigern. Bislang war diese Form der Leberentzündung schwer zu behandeln - die Heilungsrate lag bei nur knapp unter 50 Prozent."

Expertenteam für die Leber

Der Schwerpunkt Lebererkrankungen ist Ausdruck der hervorragenden interdisziplinären Zusammenarbeit im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Wien: "Ein Hepatologe kann nicht alleine arbeiten und alles behandeln. Man braucht in manchen Fällen Chirurgen, um Teile der Leber zu entfernen. Ebenso sind gut ausgebildete Radiologen erforderlich. Diese Zusammenarbeit funktioniert bei uns im Haus außerordentlich gut - zum Wohle der Patienten", so Bodlaj.

www.bhs-wien.at

Im Verbund der Vinzenz Gruppe werden die Krankenhäuser der Barmherzigen Schwestern Wien, Linz und Ried, das Orthopädische Spital Speising, das St. Josef-Krankenhaus, das Krankenhaus Göttlicher Heiland und das Herz-Jesu Krankenhaus (alle Wien) sowie die beiden Pflegehäuser St. Katharina (Wien) und St. Louise (Maria Anzbach) geführt. Weiters zählen die HerzReha Bad Ischl, an der eine gemeinsame Beteiligung mit der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft besteht, und das Kur- & Entspannungszentrum Marienkron zur Vinzenz Gruppe. Beide sind durch einen Betriebsführungsvertrag mit der Gruppe verbunden.

Weitere Informationen auf www.vinzenzgruppe.at

KH BHS Wien/IS, springermedizin.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben