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Seit 15 Jahren regelt edas Gesundheits- und Krankenpflegegesetz in Österreich die Qualität der Pflegearbeit.
 
Leben 14. Mai 2012

Pflege: Qualität, Kompetenz und Verantwortung

Festakt zum 15. Geburtstag des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes

Als im Jahr 1997 das Gesundheits- und Krankenpflegegesetz zur Abstimmung durch den Nationalrat vorlag, führte die damalig amtierende Bundesministerin für Arbeit, Soziales und Gesundheit Eleonora Hostasch wie folgt aus:

"...dieses Gesetz bringt es mit sich, dass sich die in den Gesundheitsberufen Tätigen gleichberechtigt den Kranken widmen und damit einen wertvollen Beitrag für die allgemeine Gesundheit in unserem Land leisten." Darüber hinaus erkannte sie bereits zu diesem Zeitpunkt den Aspekt der Gesundheitsförderung indem sie meinte "...ich glaube, es ist als Symbol und als richtige Entscheidung zu betrachten, dieses Gesetz nicht nur als Krankenpflegegesetz zu bezeichnen und die entsprechenden Berufe nicht bloß Krankenpflegeberufe zu nennen, sondern von Gesundheits- und Krankenpflegeberufen zu sprechen...".

Dieses Berufgesetz regelt demnach die Qualität, die Kompetenz und die Verantwortung der Pflegefachberufe in Österreich. Es unterstreicht darüber hinaus die umfassenden und die Gesundheitsförderung mit einbeziehenden Aufgaben dieses Gesundheitsberufes.

"Pflegefachberufe, insbesondere der gehobene Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege, haben eine zentrale Rolle im Gesundheitswesen. Ihr Fachwissen ist ein wesentlicher Faktor in den Versorgungssystemen. Zu Recht wird dieses Gesetz als Meilenstein in der Entwicklung der Pflege bezeichnet", meint Ursula Frohner, Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes (ÖGKV) und Vorsitzende der Österreichischen Pflegekonferenz (ÖPK).

Festakt und Enquette

15 Jahre Gesundheits- und Krankenpflegegesetz sind der Anlass um im Rahmen eines Festaktes am 14. Mai 2012, Pionierinnen der Österreichischen Pflege durch Bundesminister Alois Stöger das Ehrenzeichen der Republik Österreich zu verleihen.

Es werden Schwester Franziska Buttinger vom Orden der Franziskanerinnen in Oberösterreich, Mag. Heidelinde Kelz aus der Steiermark, Generaloberin a. D. Charlotte Staudinger aus Wien, sowie die Pflegewissenschafterinnen Prof. Dr. Elisabeth Seidl und MMag. Dr. Ilsemarie Walter ausgezeichnet.

Allen voran reist Frau Prof. Dr. Miriam Hirschfeld, die zu den renomiertesten internationalen Pflegeforscherinnen zählt, aus Israel an. Ursprünglich aus Wien, leitete sie von 1989 bis 1998 als erste Gesundheits- und Krankenschwester die Abteilung der Gesundheitsberufe der WHO in Genf. In Österreich arbeitete sie 2004 am Konzept der Akademisierung der Pflegefachberufe mit.

Die stattfindende Enquete im Bundesministerium für Gesundheit thematisiert die Bedeutung des Berufsgesetzes und diskutiert notwendige künftige Anpassungen, sowie den Ausbau des Handlungsrahmen für den gehobenen dienst für Gesundheits- und Krankenpflege mit Experten und Entscheidungsträgern des Gesundheitssystems.

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