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Prof. Dr. Harald zur Hausen hält Vortrag über Prävention durch Impfung.

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Dr. Alain Gustave Zeimet, Präsident der Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie (AGO) der OEGGG überreicht Prof. Dr. Harald zur Hausen den Wertheim Preis 2012

 

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Prof. Dr. Alain Gustave Zeimet, Präsident der Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie (AGO) der OEGGG und Prof. Dr. Christian Marth, Präsident der OEGGG mit Nobelpreisträger Prof. Dr. Harald zur Hausen.

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Ehrungen gingen an: unten v.l.n.r.:
Prof. Dr. Staudach,  Prof. Dr. Salzer, Prof. Dr. Leodolter

oben v.l.n.r.:
Prof. Dr. Zeimet, Prim. Dr. Stummvoll, Prof. Dr. Menzel

 

 
Leben 23. April 2012

Ernst Wertheim Preis 2012 an Harald zur Hausen

Der Mediziner und Nobelpreisträger Dr. Harald zur Hausen wurde im Rahmen eines Festaktes der AGO-Tagung in Salzburg für seine herausragenden fachlichen Leistungen auf dem Gebiet der gynäkologischen Onkologie mit dem Ernst Wertheim Preis 2012 ausgezeichnet. Anschließend nahm er in seinem Festvortrag "Krebsprävention durch Impfung" zu diesem in Österreich kontroversen Thema Stellung.

10 Jahre Ernst Wertheimpreis

Die inzwischen 21. wissenschaftliche Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie (AGO) der OEGGG zum Thema "Krebs bei der Frau – Prävention, Diagnostik, Behandlung und Nachsorge" fand in diesem Jahr vom 19. bis 21. April in Salzburg stand. Unter dem Motto "10 Jahre Ernst Wertheim Preis" waren alle bisherigen Preisträger anwesend und nahmen zu zahlreichen Themen in der Gynäkologie Stellung.

Als Programmhöhepunkt erhielt Prof. Dr. Harald zur Hausen den Ernst Wertheim Preis 2012. Dieser Preis wird jedes Jahr zu Ehren von Ernst Wertheim (1864 - 1920, Ordinarius in Wien), dem Erstbeschreiber der radikalen Hysterektomie beim Zervixkarzinom und Begründer der modernen operativen Therapie in der Gynäkologischen Onkologie verliehen.

Rolle der HP-Viren bei Krebsentstehung

Vor rund 40 Jahren stellte Harald zur Hausen erstmals den Zusammenhang zwischen einer Infektion mit dem Humanen Papillomvirus (HPV) und der Erkrankung an Gebärmutterhalskrebs fest. In den letzten 20 Jahren hat eine Vielzahl an wissenschaftlichen Arbeiten die Rolle der HP-Viren bei der Krebsentstehung und anderer Erkrankungen aufgezeigt.

Heute ist erwiesen, dass über 70 Prozent der Fälle von Gebärmutterhalskrebs und dessen Vorstufen durch chronische Infektionen mit den Hochrisiko HPV-Typen 16 und 18 hervorgerufen werden. Für seine fachlichen Leistungen wurde zur Hausen mit 45 nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet – als Krönung seiner wissenschaftlichen Karriere wurde ihm 2008 der Nobelpreis für Physiologie und Medizin zuerkannt.

"Wir freuen uns ganz besonders, dass Harald zur Hausen bei der AGO-Tagung anwesend ist und wir ihm den Ernst Wertheim Preis 2012 persönlich übergeben können", so Prof. Dr. Alain Gustave Zeimet, Präsident der AGO.     

Ernst Wertheim - Begründer der modernen operativen Therapie in der Gynäkologischen Onkologie

 

Ernst Wertheim studierte Medizin in Graz, anschließend begann er seine Karriere als Gynäkologe in Wien. Im Jahre 1898 gelang es ihm, eine radikale Operationsmethode bei Gebärmutterkrebs zu entwickeln. Mittels Bauchschnitt drang der Operateur zur Gebärmutter vor.

Diese Operation, die damals als extrem riskant galt, wird auch heute noch durchgeführt und gehört derzeit zur operativen Standardtherapie. Aufgrund dieses Durchbruchs wurde der Ernst Wertheim Preis nach ihm benannt.

Der renommierte, internationale Preis wird heute für herausragende Leistungen ausgelobt, die den internationalen Standard weiterentwickeln und die kooperative klinische Forschung fördern.

Presse AGO/OEGGG/AN, springermedizin.at

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