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Leben 16. April 2012

Österreich verzichtet auf Atomstrom

"Ich freue mich, dass wir heute einen wichtigen Schritt gegen Atomstromimporte unternommen haben", sagte Bundeskanzler Werner Faymann beim 3. Anti-Atomstrom-Gipfel im Bundeskanzleramt.

Für das Ziel zu hundert Prozent atomstromfrei zu sein seien zwar noch
einige Etappen notwendig, drei wichtige Punkte wären allerdings beschlossen worden, so der Bundeskanzler. Dazu gehör die gesetzliche Regelungen einer vollständigen Stromkennzeichnung, der Verzicht auf den Bezug von Atomstromzertifikaten und auch ein Atomstromfrei-Gütesiegel.

"Erst dann, wenn ab 2015 die gesetzliche Regelungen in Kraft treten, wiegt das Argument auch auf europäischer Ebene schwerer, dass sich
Österreich aktiv gegen Atomstrom einsetzt", sagte Faymann. Damit
könnte auch der Vorwurf entkräftet werden, dass Österreich zwar
keinen Atomstrom erzeuge, ihn jedoch importiere.

"Wir haben uns daher entschlossen, auf Atomstrom zu verzichten. Nicht nur das, wir wollen auch die Speerspitze gegen jene bilden, die behaupten, Atomenergie sei wirtschaftlich günstig und eine Form von erneuerbare Energie, um von Förderungen zu profitieren", so Bundeskanzler Faymann.

Abschließend bedankte sich der Kanzler bei den Regierungsmitgliedern
und den Vertretern der NGOs: "Gemeinsam haben wir notwendige
Entscheidungen getroffen. Es ist ein guter Tag für jene, die gegen
Atomenergie sind."

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